In dieser Praxis haben Coronaviren keinen Zutritt

Eigene Ambulanz für Nicht-Coronainfektionen eingerichtet.
Dornbirn Wie berichtet, hat die Ärztekammer bei Ausbruch der Coronakrise überlegt, eine zentrale Infektionsambulanz einzurichten. Nun hat sie ihr Vorhaben realisiert. Am Donnerstagnachmittag wurden die Räumlichkeiten auf dem Messegelände in Dornbirn, Halle 5, in Betrieb genommen. Hier werden akute Infekte, die nicht mit dem Coronavirus in Verbindung gebracht werden können, behandelt. Das gilt sowohl für Kinder als auch Erwachsene. Die Ordination ist von Montag bis Sonntag in Betrieb, die Öffnungszeiten werden dem Bedarf angepasst. Robert Spiegel, Allgemeinmediziner, und Harald Geiger, Kinderarzt, leiten die Einrichtung.
Nur dringende Fälle
Zuweisungen sind nur über niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sowie die Spitalsambulanzen und die Hotline 1450 möglich. Selbstzuweiser werden nicht angenommen, um das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten. „Wir schaffen damit für die Ärzte ein sicheres Umfeld und versuchen auf diese Weise, Praxisschließungen vorzubeugen“, erklärt Ärztekammerpräsident Michael Jonas die Maßnahme. Er betont, dass in der Infektionsordination ausschließlich dringende Fälle behandelt werden. Deshalb gibt es dort auch keine Kontrolluntersuchungen.
Patienten, die ärztliche Hilfe benötigen, müssen zunächst ihren Arzt telefonisch kontaktieren. In Absprache mit diesem erfolgt dann die weitere Vorgehensweise. Wenn Patienten an die Infektionsordination überwiesen wurden, muss die E-Card mitgebracht werden. Im Anschluss an die Behandlung erhält der Patient eine Papierdokumentation zur allfälligen weiteren Behandlung durch den Hausarzt bzw. den Zuweiser.