Tipps für Kinder: Spiel und Spaß statt Langeweile

So können Familien den virusbedingten Zwangsferien trotzen.
Schwarzach Das Coronavirus bringt täglich neue Herausforderungen und betrifft nun auch den Familienalltag. Was tun, wenn die Schulen und Kindergärten auf Notbetrieb umschalten und die Kinder den ganzen Tag zu Hause sind? Die SOS-Kinderdorf-Mitarbeiterinnen Christina Kern und Heidemarie Stuck haben Tipps für Eltern zusammengestellt.
Ruhig bleiben: Angst ist ansteckend. Wenn Sie selbst ruhig bleiben, gibt das Ihrem Kind Sicherheit. Erklären Sie in Ruhe, dass eine Zeit lang die Schule nicht zu besuchen dazu beiträgt, dass sich möglichst wenige Menschen anstecken.
Struktur geben: Vermitteln Sie Ihrem Kind, dass schulfreie Zeiten keine Ferien sind. Etwas länger schlafen als sonst ist kein Problem, ein strukturierter Tagesablauf ist jedoch sehr wichtig. Gehen Sie gemeinsam die Aufgaben durch, die von der Schule mitgegeben wurden, und planen Sie fixe Zeiten ein, zu denen diese bearbeitet werden.
Virtuelle Kontakte: Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, soziale Kontakte digital aufrecht zu erhalten: zum Beispiel skypen mit der besten Freundin oder regelmäßig mit der Oma über WhatsApp telefonieren.
Abwechslung in den eigenen vier Wänden: Selbst erfundene Spiele können die Zeit daheim zu einem Abenteuer machen. Wie wäre es mit einer Verkleide-Ecke, in der Ihr Kind in bunte Stücke aus Ihrem Kleiderschrank, Schuhe oder ausgediente Hüte schlüpfen kann? Auch eine Schatzsuche in der Wohnung bringt Spaß. Wenn Sie Kuscheltiere, Legosteine oder kleine Naschereien verstecken, können sich vor allem jüngere Kinder in eine spannende Suche vertiefen.
Alltag teilen: Beziehen Sie Ihre Kinder in den Alltag mit ein. Je nach Alter können Kinder kleine Aufgaben im Haushalt übernehmen oder beim Kochen helfen. Fast nichts schmeckt so gut wie ein gemeinsam gebackener Kuchen.
Oster-Basteleien: Basteln ist ein toller Zeitvertreib und kommt im hektischen Alltag oft zu kurz. Leere Klopapierrollen werden mit bunten Papierohren, Draht-Schnurrbarthaaren und Watteschwänzchen zu kleinen Osterhasen, und aus einfachem Salzteig können Herzen oder Tiere als Tisch-Deko für den Ostersonntag entstehen.
Privates Co-Working: Wenn Sie im Home-Office arbeiten, können Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kind Ziele stecken. Setzen Sie sich zusammen an den Tisch und legen Sie Aufgaben fest. Zum Beispiel 40 Minuten, um Mails zu beantworten während Ihr Kind eine Schulaufgabe löst. Danach gibt es eine gemeinsame Pause, und dann folgt das nächste Ziel.
Rückzug: Bevor Ihrer Familie die Decke auf den Kopf fällt, bauen Sie eine Höhle daraus. Sessel, Polster und Leintücher bilden gemütliche Lager, in die sich Ihr Kind zum Lesen oder Spielen zurückziehen kann.
Rauszeit: Wenn die Turnstunde oder der Schwimmkurs gestrichen sind, sollte Ihr Kind auf anderem Weg zu Bewegung und Frischluft kommen. Bei einem kleinen Spaziergang oder Fangenspielen im Park, Wald oder am Feld können Sie gemeinsam den Kopf auslüften. Gruppenbildung aber meiden.