Der Herr Direktor wendet sich per Videounterricht an seine Schüler

Vorarlberg / 16.03.2020 • 15:00 Uhr
Der Herr Direktor wendet sich per Videounterricht an seine Schüler
Unter vielen Menschen befindet sich HAK-Direktor Manfred Hämmerle derzeit nicht. Deswegen sind Videobotschaften an die Schüler besonders wertvoll.

Wie Manfred Hämmerle, Schulleiter der HAK Bregenz, mit gutem Beispiel digital vorausgeht.

Bregenz SMS-Kult, WhatsApp-Flut, Smartphone-Besessenheit, Videoschnickschnack aller Art: Wie oft wird die digitale Welt gerade von Erziehungsberechtigten und Lehrern verteufelt. In Zeiten erzwungener Häuslichkeit sind die elektronischen Medien ein Segen.

Das bestätigt unter anderem Manfred Hämmerle (62), Direktor der HAK in Bregenz. Der setzte sich per Video-Channel mit seinen Schülern in Verbindung und erklärte in einer Unterrichtseinheit die Folgen der Coronakrise auf Wirtschaft und Geldkreislauf.

„Es ist schön zu sehen, dass viele Kollegen digital bestens vernetzt mit den Schülern sind und wir so das Beste aus der Situation machen können.“ Man habe sich sehr gut auf die vorherrschende Lage vorbereiten können. Das Schulgebäude selbst war am Montag nahezu verweist. „Ich bin mit meiner Sekretärin, einem Kollegen und den zwei Schulwarten praktisch alleine im Haus“, erzählte Hämmerle.

Froh ist der Schulleiter, dass die Anmeldungen für das kommende Schuljahr praktisch schon erledigt sind. „Nur die Sonderformen, Aufbaulehrgang und Kolleg, stehen noch aus. Aber das sind im Vergleich zu den anderen Anmeldungen nur wenige.“

Sehr unangenehm für die HAK wie für alle anderen höheren Schulen ist, dass nun auch die Diplomarbeiten bzw. die Vorwissenschaftlichen Arbeiten (AHS) nicht präsentiert werden können.