Miss Vorarlberg Nina Wolf (21) in Quarantänegebiet

Die gebürtige Tirolerin berichtet über die Stimmung in Ischgl.
Ischgl, Höchst Schon am Donnerstag trat Nina Wolf aus Höchst ihre Reise in ihre Heimat Ischgl an. „Vorsorglich“, sagt sie. „Ich habe schon damit gerechnet, dass es in Tirol zu Schließungen kommen könnte.“ Am Freitagnachmittag dann die offizielle Mitteilung der Bundesregierung: Die Tourismus-Hotspots Ischgl, Galtür und St. Anton am Arlberg wurden von der Außenwelt abgeschnitten und unter Quarantäne gestellt. „Wir waren gerade auf dem Berg, die Sonne schien und die Menschen waren gut gelaunt. Als wir wieder im Tal waren und von den Maßnahmen gehört haben, herrschte Weltuntergangsstimmung“, erzählt die Miss Vorarlberg 2019 bedrückt. Nina Wolf ist in Tirol aufgewachsen, ihre Mama kommt aus Ischgl, ihr Vater aus Höchst. Ihre Eltern treffen die Maßnahmen besonders hart, schließlich führen sie im beliebten Wintersportort ein Hotel. „Wir mussten damit rechnen, das Ende war voraussehbar. Natürlich bedeutet das für uns einen wirtschaftlichen Schaden, aber wir sind froh, dass wir alle gesund sind. Das ist das Allerwichtigste“, sagt Mutter Sabine (49).
“Gäste nehmen es gelassen”
Die Stimmung im Hotel beschreibt Sabine Wolf als relativ entspannt. „Die Gäste nehmen die Situation eigentlich gelassen, viele haben schon für nächstes Jahr wieder gebucht“, ergänzt sie. Um das Coronavirus selbst macht sich die Hoteleigentümerin keine Sorgen. „Meine Mutter ist 87 Jahre und kämpft gerade mit einer starken Erkältung. Es sind die älteren Leute, um die wir uns Sorgen machen müssen, daher müssen wir sie bestmöglich schützen.“ In den kommenden Tagen möchte Familie Wolf viel Zeit in der Natur verbringen. „Nachdem unsere Gäste abgereist sind, werden wir viel mit den Hunden draußen sein und uns Zeit für den Saisonsputz nehmen.“