Zivildienst als Türöffner

Die Lebenshilfe profitiert vom Zivildienst nicht nur durch die direkten Arbeitsleistungen.
Göfis Seit zwanzig Jahren besteht der Sunnahof der Lebenshilfe in der Göfner Parzelle Tufers. Über 60 Menschen mit Einschränkungen finden in der Einrichtung eine Beschäftigung. Dazu kommen knapp 50 Mitarbeiter der Lebenshilfe, die sich mit und um die Beschäftigten kümmern. Außerdem beschäftigt die Lebenshilfe am Sunnahof auch noch fünf Zivildiener, die in den Abteilungen Gastronomie, Gärtnerei, Stall, Tischlerei sowie dem Wohnheim arbeiten. Für die Einrichtungen wichtige Mitarbeiter, wie Sunnahof-Geschäftsführer Christof Zangerle erklärt. Aber der Zivildienst habe auch noch eine weitere wichtige Funktion für Einrichtungen wie die Lebenshilfe, die im Jahresschnitt 69 Zivildiener anstellt, erklären Zangerle und Lebenshilfe-Chefin Michaela Wagner-Braito: “Der Zivildienst ist wichtig, um jungen Männern die Berufe im sozialen Bereich näherzubringen”, erklären sie die Bedeutung des Dienstes als Türöffner für Sozialberufe.
Tatsächlich schildert einer der Zivildiener am Sunnahof im VN-Gespräch, dass der Dienst in der Einrichtung sein Zukunftsbild komplett verändert habe. Er werde nach dem Zivildienst ein freiwilliges Sozialjahr im Ausland machen und dann die Kathi-Lampert-Schule für Sozialberufe besuchen. Viele andere Zivildiener würden nach ihrem Dienst eine Ehrenamtsvereinbarung unterzeichnen und beispielsweise bei Veranstaltungen mithelfen, erzählt Zangerle.

Die fünf Zivildiener am Sunnahof haben am Montag prominenten Besuch erhalten. Die für sie zuständige Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger machte sich ein Bild von der Einrichtung und den Aufgaben der Zivildiener. Die gaben ihr auch Wünsche mit auf den Weg: mehr Flexibilität bei den Wochenenddiensten oder bei Überstunden etwa. Man werde sich das in der Zivildienstagentur anschauen, heißt es aus Köstingers Büro.
In Vorarlberg kommen derzeit gut 950 Zivildiener auf rund 1080 Plätze. Köstinger erklärte am Rande des Besuchs, dass durch die Teiltauglichkeit, die morgen im Ministerrat auf den Weg gebracht werden soll, die zuletzt größer werdende Kluft zwischen Bedarf und Nachfrage wieder verkleinert werden könne.
Die Sunnahof-Zivildiener über ihren Dienst


