Tödlicher Ehestreit in Lindau

Vorarlberg / 09.03.2020 • 21:00 Uhr
Nach der Alarmierung fand sich ein Großaufgebot an Einsatzkräften vor dem Beherbungsbetrieb am Lindauer Bahnhof ein.<span class="copyright"> Feuerwehr Lindau</span>
Nach der Alarmierung fand sich ein Großaufgebot an Einsatzkräften vor dem Beherbungsbetrieb am Lindauer Bahnhof ein. Feuerwehr Lindau

31-Jährige starb nach Messerattacke, tatverdächtiger Ehemann in Untersuchungshaft.

Lindau Der Anruf kam vom Tatverdächtigen selbst: Am Sonntagabend gegen 20.30 Uhr teilte ein 35-jähriger Mann aus dem Landkreis Lindau bei der Integrierten Leitstelle Allgäu/Kempten (ILS) mit, dass seine Ehefrau durch ein Messer verletzt worden sei. Sofort rückten Einsatzkräfte der Polizei, Rettung und Feuerwehr zum Tatort, bei dem es sich um einen Beherbergungsbetrieb am Lindauer Bahnhof handelt, an. In dem Hotelzimmer, welches das Ehepaar gemeinsam benutzt hatte, fanden die Beamten eine bewusstlose, blutende Frau vor. Nach länger anhaltenden Reanimationsmaßnahmen erlag die 31-Jährige in einem Klinikum ihren Verletzungen.

Ehemann vor Ort

Ihr 35-jähriger Ehemann wurde ebenfalls vor Ort angetroffen. Nach momentanem Stand der Ermittlungen war es wohl zu einem Streit zwischen den beiden gekommen, bei dem der Mann seine Frau mit einem Messer verletzte. Die 31-Jährige zog sich dadurch eine stark blutende Schnittverletzung zu, die tödlich endete. Der Mann ließ sich wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts widerstandslos festnehmen. Die Erstmaßnahmen wurden von Beamten der Polizeiinspektion Lindau mit Unterstützung der Grenzpolizeiinspektion Lindau getroffen.

In Justizanstalt eingeliefert

Mit einer Steigleiter half die Feuerwehr Lindau bei der Bergung der tödlich Verletzten.
Mit einer Steigleiter half die Feuerwehr Lindau bei der Bergung der tödlich Verletzten.

Die weiteren Ermittlungen übernahm die Kriminalpolizeistation Lindau in Zusammenarbeit mit dem Kriminaldauerdienst. Die Staatsanwaltschaft Kempten stellte beim zuständigen Ermittlungsrichter einen Antrag auf Untersuchungshaft. Nachdem das Gericht dem Antrag folgte, wurde der 35-Jährige in eine bayerische Justizvollzugsanstalt eingeliefert.