Strini: „Alles mit Maß und Ziel machen“

Vorarlberg / 09.03.2020 • 12:00 Uhr
Strini: „Alles mit Maß und Ziel machen“
Strini: „Ich bin noch für weitere Engagements offen.“ VN/PAULITSCH

Was wurde aus . . . ? Anton Strini (66), ehemaliger Leiter des AMS Vorarlberg.

GURTIS „Wer rastet, der rostet. Jeder Mensch hat eine Aufgabe, aber man muss alles mit Maß und Ziel machen“, so lautet das Lebensmotto von Anton Strini (66). Der gebürtige Dornbirner war ab 2006 als Nachfolger von Dr. Werner Schelling Landesgeschäftsführer (Leiter) des Arbeitsmarktservice Vorarlberg (AMS) und ist dort Ende November 2016 in Pension gegangen. Zuvor war er von 1994 bis 2005 Stellvertreter des Landesgeschäftsführers.

„Meine Tätigkeit in der Arbeitsmarktverwaltung und ab 1994 im Arbeitsmarktservice war unglaublich vielseitig und vor allem in den letzten Jahren in führender Funktion spannend, aber sehr herausfordernd. Diese berufliche Funktion hat viele schöne berufliche Kontakte ermöglicht, die zu einem guten Teil noch heute bestehen“, erläutert Strini im VN-Gespräch. Und er fährt fort: „Nach meinem Pensionsantritt 2016 habe ich mich über Ersuchen des damaligen Landesrats Erich Schwärzler mit der Koordination von Unterstützungsmaßnahmen zur beruflichen Eingliederung von Flüchtlingen beschäftigt. In Vorarlberg sind damals sehr viele Flüchtlinge angekommen und es war wichtig, für diese Menschen Unterstützungsmaßnahmen in Richtung Arbeitsmarkteinstieg zu setzen und zu koordinieren. Dabei waren für mich natürlich meine beruflichen Kontakte aus der Zeit meiner Tätigkeit beim AMS sehr nützlich.“

Eingefleischter Blues-Fan

Diese Koordinationstätigkeit hat Strini mit Ende des Jahres 2019 im Einvernehmen mit der Vorarlberger Landesregierung beendet. Seither hat er mehr Zeit und Muße für Dinge, die bis damals zu kurz gekommen sind

„Seit meiner Jugend bin ich ein eingefleischter Blues-Fan. Ich höre diese Musik sehr gerne und spiele selbst die eine oder andere Nummer in meinem kleinen Heimstudio ein. Ich bin gerade dabei, Klavier zu lernen und möchte wieder, so wie früher, andere Musiker suchen, die ein ähnlich starkes Interesse an Musik haben“, so Strini weiter.

„Tischlerarbeiten wie von Meister Eder haben mich immer schon fasziniert. Zur Erinnerung: Meister Eder und sein Pumuckl war eine deutsche Hörspiel- und Fernsehserie. Dazu gehört es, Reparaturen an Einrichtungsgegenständen durchzuführen sowie kleinere Möbelstücke herzustellen und dabei elegante Holzverbindungen selbst hinzukriegen“, freut sich Strini.

Ein weiteres Projekt Strinis bezieht sich auf Fluchterfahrungen, denn: „Meine Mutter ist selbst als staatenloser Flüchtling aus Slowenien nach dem Zweiten Weltkrieg in Vorarlberg gelandet und hat bis dorthin einen leidensreichen und oft lebensgefährlichen Weg hinter sich gebracht. Es ist eines meiner Vorhaben, den Fluchtweg meiner Mutter nachzuzeichnen.“

Anfang Sommer sollte ein neuer Campingbus geliefert werden. „Den wollen meine Frau, ich und unser Hund nutzen, um Europa besser kennenzulernen“, sagt Strini abschließend, der unterstreicht, für weitere Engagements offen zu sein.

ZUR PERSON

Anton Strini

Geboren 1954 in Dornbirn

Ausbildung Textilfachschule für Weberei und Spinnerei in Dornbirn, Höhere Abteilung für Textilwirtschaft Dornbirn

Beruflicher Werdegang Berufsberater, Leiter des Arbeitsamtes Feldkirch, Stellv.-Landesgeschäftsführer (1994 bis 2005) und ab 2006 AMS-Landesgeschäftsführer Vorarlberg, 2016 Pensionsantritt

Familie verheiratet, zwei Stieftöchter