Bahnhof Bregenz nimmt weitere Hürde

Vorarlberg / 28.02.2020 • 09:00 Uhr
Bahnhof Bregenz nimmt weitere Hürde
Im Juni wurde der neue Bregenzer Bahnhof des Architekten Much Untertrifaller (r.) als Modell präsentiert. Noch diese Woche soll die Planungsvereinbarung stehen. Die Kosten: 3 Millionen Euro, 600.000 Euro entfallen auf die Stadt Bregenz.VN/HARTINGER

Stadtvertretung beschließt Planungsvereinbarung mit Land und ÖBB.

Bregenz Gute zwei Wochen vor den Gemeinderatswahlen wurden in der Bregenzer Stadtvertretung gestern die Weichen für den Bahnhofsneubau gestellt. Mit den Stimmen der Regierungsparteien gab es grünes Licht für eine Planungsvereinbarung zwischen Stadt, Land und den ÖBB. Ein kontroversiell diskutiertes Bauprojekt nimmt damit eine weitere Hürde. “Nach dem Grundsatzbeschluss können jetzt die Detailplanungen beginnen”, so Bürgermeister Markus Linhart. Die Grundvoraussetzungen für einen möglichen Baustart noch in diesem Jahr sind damit geschaffen.

Die Verträge sollen laut VN-Informationen noch in dieser Woche unterzeichnet werden. Die ÖBB drücken kräftig aufs Tempo. Bereits Mitte Jänner hatte die Bahn auf eine rasche Vertragsunterzeichnung gedrängt. Jede Verzögerung habe unmittelbare Auswirkungen auf den Baubeginn, heißt es in einem Schreiben an die Stadt. Weil die Niederwasserperiod Ende 2020 für den Umbau der Hypopassage zur Erschließung der Bahnsteige für den provisorischen Betrieb während der Bauarbeiten genutzt werden soll, muss es jetzt schnell gehen.

Zentrales Wahlkampfthema

Der Bahnhof ist in der heißen Wahlkampfphase zentrales Thema in Bregenz. Mit einem autofreien Bahnhofsquartier hatte Bürgermeisterkandidat Michael Ritsch gemeinsam mit dem Architekten Andreas Stickel für Aufsehen gesorgt (die VN berichteten). Ihre Unterflurlösung findet Unterstützer, darunter auch die Initiative “mehramsee”.

Zweifel gibt es indes an der Umsetzung. Linhart hat eine erste Einschätzung des Landesstraßenbauamtes vorgelegt. Die Machbarkeit der Pläne mit einem 900 Meter langen Tunnel wird dort jedenfalls kritisch beurteilt.