Tödliches Lawinenunglück im Kleinwalsertal

60-jähriger Tourengeher aus dem Allgäu wurde beim Hahnenköpfle unter drei Metern Schneemassen begraben. Er überlebte nicht.
Hirschegg Heute um 11.37 Uhr wurden die Kleinwalsertaler Einsatzkräfte über einen Lawinenabgang beim Hahnenköpfle am Hohen Ifen alarmiert. Mehrere Tourengeher hatten beobachtet, wie ein Mann in einen Hang einfuhr, von einem plötzlich ausgelösten Schneebrett erfasst und von ihm begraben wurde. Der Verunglückte war nicht allein unterwegs gewesen, sondern befand sich in Begleitung seiner Ehefrau, die der Lawine jedoch entgangen war.
Großangelegte Rettungsaktion
Sofort machten sich die Skitouristen selbständig zum Unfallort auf und begannen damit, den Verschütteten auszugraben. Gleichzeitig wurde eine großangelegte Rettungskette eingeleitet, an der sich die Bergrettungen von Hirschegg, Riezlern, Mittelberg, die Polizei, Feuerwehr, etwa zwanzig Zivilisten (Tourengeher), der Rettungshelikopter „Gallus 1“ und der Polizeihubschrauber „Libelle“ beteiligten.

Wie ein Beamter der Polizeiinspektion Hirschegg den VN sagte, war der Verunglückte von den Schneemassen sehr tief verschüttet worden. „Etwa 2,80 bis drei Meter“, so der Inspektor. Die Hilfe kam sehr rasch, aber doch zu spät. „Es war ein Großeinsatz und die sofortigen Rettungsmaßnahmen umfangreich. Es gelang jedoch nicht, den Mann noch zu reanimieren. Er verstarb noch an der Unfallstelle.“
Auch das Kriseninterventionsteam begab sich umgehend vor Ort und kümmerte sich um die Frau des Verunglückten. Wie die Polizei mitteilte, handelte es sich bei dem Todesopfer um einen 60-jährigen Deutschen aus dem Allgäu.
Erhebliche Lawinengefahr Laut dem aktuellen Lawinenlagebericht besteht oberhalb der Waldgrenze erhebliche Lawinengefahr. Kritisch zu beurteilen sind frische und ältere Triebschneeansammlungen in allen Expositionen oberhalb der Waldgrenze. Gefahrenstellen liegen vor allem im eingewehten Steilgelände, in Kammlagen, Rinnen und Mulden.