Es läuft nicht rund beim Fraxner Kugelweg

Komplettsanierung des desolaten Weges verzögert sich erneut.
Fraxern Bereits mehrfach wurde die Sanierung des Kugelweges in Fraxern ins Visier genommen, musste aber – aus verschiedensten Gründen – immer wieder verschoben werden. Der Zustand der Straße ist, gelinde gesagt, mehr als schlecht, schon vor acht Jahren wälzte man in der Berggemeinde erste Pläne für eine Erneuerung des Asphalts.

Wie sich dann allerdings herausstellte, würden rein oberflächliche Maßnahmen nicht ausreichen, die Straße muss einer grundlegenden Renovierung unterzogen werden. Konkret geht es um neue Kanal- und Stromleitungen, den kompletten Unterbau, eine nötige Entwässerung und schließlich den Straßenbelag selbst.
Zurück an den Start
Aus Kostengründen wurde das Projekt zweigeteilt. Noch im vergangenen Jahr zeigte man sich seitens der Gemeinde optimistisch, die Sanierung des ersten Abschnitts vom Peterhof talwärts bis zur Abzweigung Morgengabe dieses Jahr angehen bzw. sogar bis zum Oktober fertigstellen zu können. Nun kommt doch wieder alles anders. Bei einer abschließenden Prüfung seitens des Landes zur Freigabe der Fördermittel wurde ein Fehler im Kanalkataster der Gemeinde festgestellt, wodurch eine ausreichende Wasserabflussmenge nicht mehr als gewährleistet angesehen werden kann.
Die falsche Berechnung geht nicht auf die Kappe der Gemeinde, verantwortlich dafür ist das damals beauftragte Ziviltechnikerbüro. Nach erneuter Vermessung und Berechnung gilt es, etwaige Schwachstellen im Kanalnetz zu beseitigen, erst dann kann mit einer Bewilligung des Landes, welches einen großen Anteil an den Kosten trägt, gerechnet werden.
Erneute Budgetierung
Bürgermeister Steve Mayr, der das leidige Projekt noch von seinem Vorgänger Reinhard Nachbaur quasi geerbt hat, gibt sich zumindest „vorsichtig optimistisch“, mit der Sanierung im kommenden Frühjahr starten zu können. Unklar sind noch die Kosten, eine erneute Budgetierung kommt erst nach erfolgter Ausschreibung infrage. Ursprünglich waren für den ersten Abschnitt rund 300.000 Euro vorgesehen. Einen Zeitplan darüber hinaus kann und will Bürgermeister Mayr derzeit noch gar nicht andenken. Im Sinne der Bevölkerung und der Anrainer erhofft er sich aber eine möglichst rasche Umsetzung. CEG