25 Jahre Bergwaldprojekt im Montafon

Vorarlberg / 05.09.2019 • 12:57 Uhr
Das Jubiläum 25 Jahre Bergwaldprojekt im Montafon wurde mit einem kleinen Festakt gefeiert.MEznar
Das Jubiläum 25 Jahre Bergwaldprojekt im Montafon wurde mit einem kleinen Festakt gefeiert.MEznar

8000 Freiwillige haben 25.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden in den Standeswaldungen geleistet.

Silbertal Tannen statt Palmen, Axt statt Liegestuhl – das internationale Bergwaldprojekt aus der Schweiz feiert ein rundes Jubiläum im Montafon: seit 25 Jahren verbringen Freiwillige ihren Urlaub in den Waldungen des Stand Montafon Forstfonds und helfen dabei, den wichtigen Lebensraum Wald fit für die Zukunft zu machen. Dieses stolze Jubiläum wurde dieser Tage mit einem kleinen Festakt entsprechend gefeiert.

40.000 Freiwillige

Gegründet 1987 in der Schweiz hat die Idee mittlerweile rund 40.000 Freiwillige zum Mitmachen bewegt. 1994 hat Hubert Malin als Betriebsleiter des Stand Montafon Forstfonds das Bergwaldrojekt erstmals nach Österreich gebracht. Seitdem wird der gemeinnützige Einsatz auch in den Waldungen des Stand Montafon durchgeführt. Dabei leisteten rund 800 Freiwillige in 50 Projektwochen einen aktiven Beitrag zur Sicherung des Lebensraumes Bergwald und zur Kulturlandschaftspflege. Bei ihrer Arbeit im Wald lernen die Freiwilligen die vielfältigen Zusammenhänge und Schönheit des Lebensraumes Wald ebenso kennen wie die Gefahren und Probleme. Die Aktivitäten reichen dabei beispielsweise von der Kulturpflege (Ausmähen von gepflanzten Jungbäumen) bis zum Freihalten von Weideflächen oder der Montage von Lawinenstützwerken. Begleitend dazu finden Exkursionen, Vorträge und Diskussionen statt. Gewohnt und gelebt wird übrigens die ganze Zeit im Wald. Bei einer einfachen Holzerhütte. Und in Zelten. Ganz im Einklang mit der Natur.

15.000 Jungpflanzen wurden gesetzt, 500 Festmeter Käferholz entrindet und rund 10.000 Laufmeter Begehungssteige für die forstliche Arbeit errichtet.
15.000 Jungpflanzen wurden gesetzt, 500 Festmeter Käferholz entrindet und rund 10.000 Laufmeter Begehungssteige für die forstliche Arbeit errichtet.
Seit 25 Jahren wird das gemeinnützige Bergwaldprojekt in den Montafoner Standeswaldungen durchgeführt.
Seit 25 Jahren wird das gemeinnützige Bergwaldprojekt in den Montafoner Standeswaldungen durchgeführt.

Über ehrenamtliche 25.000 Arbeitsstunden wurden in den vergangenen 25 Jahren von den Freiwilligen in die Montafoner Standeswaldungen gesteckt. „Dabei wurden beispielsweise rund 15.000 Jungpflanzen wie Fichten, Tannen, Buchen, etc. im Schutzwald gepflanzt“, schildert Forstfonds-Betriebsleiter Hubert Malin, der mit seinem Team das Bergwaldprojekt seit einem Vierteljahrhundert aktiv unterstützt. „Die Projekt-Teilnehmer sind immer sehr engagiert bei der Sache und leisten einen tatkräftigen Dienst für einen gesunden Schutzwald“, sagt auch Sylvia Ackerl vom Forstfonds. Rund 500 Festmeter Käferholz wurden in den vergangenen Jahren entrindet, 10.000 Laufmeter Begehungssteige errichtet. Durch die tatkräftige Unterstützung vom Forstfachpersonal des Bergwaldprojekts und den Profis vom Stand Montafon Forstfonds werden auch heuer wieder viele Aktionen durchgeführt.

Mit allen Sinnen erleben

In diesem Sommer waren wieder 30 Personen im Rahmen des Bergwaldprojekts im Montafon aktiv. Im Silbertal setzen sich die Teilnehmer ganz individuell mit der Natur auseinander. Einig sind sich die Freiwilligen darin, dass die Arbeitswoche im Wald eine ganz besondere Kraftquelle ist. Warum sie sich für diese ungewöhnliche Art des Urlaubs entscheiden haben? „Weil wir gerne in der Natur sind und den Wald mit allen Sinnen hautnah erleben können.“ 

Standesrepräsentant Bgm. Herbert Bitschnau, Berwaldprojekt-Chef Martin Kreiliger und Forstfonds-Betriebsleiter Hubert Malin (v. l.) beim Festakt.
Standesrepräsentant Bgm. Herbert Bitschnau, Berwaldprojekt-Chef Martin Kreiliger und Forstfonds-Betriebsleiter Hubert Malin (v. l.) beim Festakt.
Gelebt wird während der Projektwoche mitten im Wald.
Gelebt wird während der Projektwoche mitten im Wald.