Neue Räume für die Juppenwerkstatt Riefensberg

Vorarlberg / 19.07.2019 • 12:00 Uhr
Lokalaugenschein: Obfrau Doris Kranzelbinder, Bgm. Ulrich Schmelzenbach und Leiterin Martina Mätzler.me
Lokalaugenschein: Obfrau Doris Kranzelbinder, Bgm. Ulrich Schmelzenbach und Leiterin Martina Mätzler.me

Trachtennäherei und Museumsdepot im Berkmann-Haus umgesetzt.

Riefensberg Die Umbaumaßnahmen für den Bau einer Trachtennäherei und eines Museumsdepots in Riefensberg sind in vollem Gang. Mit den neuen Räumlichkeiten im Berkmann-Haus wird das jüngste Projekt des Vereins Juppenwerkstatt Riefensberg umgesetzt. Einen Gebäudeleerstand sinnvoll zu nutzen: Diese Idee hatten die Vereinsmitglieder der Juppenwerkstatt und formulierten ein Nutzungs- und Geschäftsmodell, das auf Kooperation mit einer Handwerkerin oder einem Handwerker setzt. Die im EU-LEADER-Projekt geschaffenen Räumlichkeiten werden von der Gemeinde Riefensberg an eine Damenschneiderin oder einen Herrenschneider mit Schwerpunkt Trachtenschneiderei vermietet. Der Verein nutzt die Räumlichkeiten zur Herstellung und Veredelung des traditionellen Glanzleinenstoffs sowie für Führungen, Beratungen und Kurse, als Lager und für die Verwaltung.

Holz dominiert das Innere der neuen Räumlichkeiten.
Holz dominiert das Innere der neuen Räumlichkeiten.

“Um das Trachtenwesen in Vorarlberg zu fördern, soll den Vereinen Handwerk und Materialkultur auf hohem Niveau geboten werden”, erläutert die Leiterin der Juppenwerkstatt, Martina Mätzler, die Absichten. “Ob sich auch der lang gehegte Wunsch nach einer Hutmacherei erfüllt, ist fraglich, da derzeit zu wenig Fachkräfte ausgebildet werden”, weiß Juppenwerkstatt-Obfrau Doris Kranzelbinder.

Durch den Umbau soll die Juppenwerkstatt im Berkmann-Haus ein externes Depot erhalten, um eine verantwortungsvolle Lagerung ihrer musealen Gegenstände sicherzustellen. Für die Planung des Umbaus zeichnet Gerhard Gruber verantwortlich. Die Umbauarbeiten werden durch heimische Firmen ausgeführt. Auch die Materialien stammen großteils aus der Region. So wird als Fußboden Eschenholz aus dem Riefensberger Gemeindewald verarbeitet. An dem Projekt arbeiten Martina Mätzler, Maria Rose Steurer-Lang, Bürgermeister Ulrich Schmelzenbach, Obfrau Doris Kranzelbinder sowie Monika Arnold mit. Finanziert wird der Umbau durch die Gemeinde Riefensberg, die als Projektträger den Prozess begleitet hat, sowie das Land Vorarlberg und die Europäische Union.

Die Juppenwerkstatt in Riefensberg widmet die diesjährige Sonderausstellung ganz dem Thema “Falten, Krausen, Plissee” und wagt auch einen Blick über den Arlberg. Der Verein lädt außerdem am Sonntag, 8. September, herzlich zum Bregenzerwälder Trachtentag mit Buchpräsentation ein. ME