Große Veränderungen am Busbahnhof Dornbirn

Bahnhofgelände verändert sein Gesicht: Mehr Platz für Busse, Polizeistation im Bau.
dornbirn Der Bau neuer Haltekanten beim Busbahnhof hat seinen Preis: Ab Juli wird der Individualverkehr mit einer Durchfahrtsperre von der Bahnhofstraße in Richtung Haselstauden ausgebremst. Gleichzeitig wird die Zahl der Pkw-Abstellplätze auf dem großen Parkplatz südwestlich des Bahnhofs wegen des neuen Polizeireviers deutlich reduziert.
Als 2003 der Busbahnhof von der Riedgasse an den Bahnhof verlegt wurde, glaubten die Stadtplaner eine langfristige Lösung zur Regulierung des öffentlichen Verkehrs gefunden zu haben. Inzwischen platzt aber die Drehscheibe des öffentlichen Nahverkehrs aus allen Nähten: Die bestehenden Haltestellen beim Busbahnhof reichen längst nicht mehr aus. Gelenkbusse, die auf besonders frequentierten Linien vermehrt zum Einsatz kommen, brauchen ihren Platz. Inzwischen sind die Bauarbeiten für neue Haltekanten weit fortgeschritten, bis zum 1. Juli sollten sie fertig sein.

Weitere Busstationen sind bereits in Planung, aber noch nicht fixiert. Wie Stadtplanungsreferent Vizebürgermeister Martin Ruepp mitteilt, könnte mittelfristig eine weitere Haltestelle südlich des Posthochhauses gebaut werden, um einen reibungslosen Ablauf des Busverkehrs zu garantieren. Denn die Passagierzahlen schnellen weiterhin in die Höhe: 2003, bei der Eröffnung des Busbahnhofs, wurden 15.000 Ein- und Aussteiger bei Bahn, Stadtbus und Landbus gezählt, inzwischen sind es 26.000.
Polizeirevier im Bau
Begonnen haben bereits die Bauarbeiten für die neue Zentrale der Bundespolizei auf dem Großparkplatz. Nicht ausgeschlossen ist, dass direkt daneben in absehbarer Zeit auch ein Neubau für die Bezirkshauptmannschaft entsteht. Die Entscheidung für ein solches Projekt ist allerdings Sache des Landes. Beschlossene Sache ist hingegen der Bau eines Skaterplatzes am südlichen Ende des Parkplatzes, der wiederum Parkplätze kosten wird.
Private Projekte
Auch private Großprojekte in Bahnhofnähe sind im Bau oder in Planung. Auf dem Areal des ehemaligen AHA steht bereits der Rohbau für ein Geschäftshaus, noch dieses Jahr soll mit dem Bau eines Hotels mit 50 Zimmern an der F.-M.-FelderStraße begonnen werden. Das ehemalige Hotel Weiss, das unter Denkmalschutz steht, wird Teil des Hotels.
Westlich des Bahnhofs besitzt die Stadt große Grundstücke, die ebenfalls auf eine neue Nutzung warten. Die größte Fläche ist das Areal des Schlachthofs, das nach der bereits beschlossenen Schließung des Betriebes bebaut werden soll. Insgesamt verfügt die Stadt über 27.000 Quadratmeter Grund und Boden im engeren und weiteren Umkreis des Bahnhofs. RHA