Stadt Hohenems häuft sieben Millionen Euro Rücklagen an

Vorarlberg / 29.05.2019 • 16:31 Uhr
Die neue Volksschule Schwefel schlug mit 3,75 Millionen Euro zu Buche. 18 Millionen wird sie insgesamt kosten.
Die neue Volksschule Schwefel schlug mit 3,75 Millionen Euro zu Buche. 18 Millionen wird sie insgesamt kosten.

Rechnungsabschluss 2018 weist vor allem Investitionen in Bildung und Innenstadtentwicklung auf.

Hohenems Die Hohenemser Stadtvertretung hat den Rechnungsabschluss 2018 am Dienstag  mehrheitlich mit 32:4 Stimmen beschlossen. Demnach hat die Stadt im vergangenen Jahr einen Überschuss von 2,5 Millionen Euro erwirtschaftet, der in die Rücklagen fließen wird, die damit auf sieben Millionen Euro anwachsen. Bei einem operativen Ergebnis von 50,3 Millionen Euro (plus 13 Prozent im Vorjahresvergleich) hat die Stadt rund 11,4 Millionen Euro für Investitionen aufgewendet.

Das meiste Geld wurde für Schulen und Kindergärten in die Hand genommen. Das größte Projekt war mit einem Aufwand von rund 3,75 Millionen Euro die erste Rate für die neue Volksschule Schwefel. Die Stadt Hohenems wird bis zur Fertigstellung rund 18 Millionen Euro ausgeben. Auch die Restkosten für die Generalsanierung der Volksschule Herrenried (218.000 Euro) und erste Investitionen beim neuen Kindergarten Erlach (89.000 Euro) schlugen 2018 zu Buche.

Die Sanierung der Kunsteisbahn verschlang 1,32 Millionen Euro.
Die Sanierung der Kunsteisbahn verschlang 1,32 Millionen Euro.

Der zweite große Posten war vergangenes Jahr das Thema Stadtentwicklung. Hier schlugen die letzte Bauetappe der Innenstadtgestaltung in der Markstraße und die Erneuerung von Gemeindestraßen mit Ausgaben in Höhe von rund 2,75 Millionen Euro zu Buche. Die Feuerwehr erhielt darüber hinaus ein neues Rüstfahrzeug, wofür rund 670.000 Euro aufgewendet wurden.

Weitere Schwerpunkte der städtischen Investitionen 2018 waren unter anderem die Sanierung und Erweiterung der Kunsteisbahn (1,32 Millionen Euro), der Neubau des Rettungsheims und der Hochwasserschutz.

Nur Emsige dagegen

„Ich bin sehr zufrieden, dass es uns im Jahr 2018 wieder gelungen ist, unsere Stadt weiterzuentwickeln und erneut stark in die Modernisierung und Erneuerung zu investieren“, erklärt dazu Bürgermeister Dieter Egger und sprach den städtischen Mitarbeitern und politischen Fraktionen seinen Dank aus.

Gegen den Rechnungsabschluss stimmten die vier Stadtvertreter der Emsigen aus der sechsköpfigen Fraktion von Emsigen und Grünen, darunter Vizebürgermeister Bernhard Amann. Er beklagte unter anderem einen Ausgabenpunkt von 61.200 Euro bei den Personalkosten unter Ehrenamt, „für die es keinen Leistungsnachweis gibt“, sowie die städtische Weigerung, Tourismus und Stadtmarketing einer Prüfung zu unterziehen, „obwohl es heute rechtlich möglich ist, städtische Eigenbetriebe prüfen zu lassen“.