Starkregen angesagt bis Mittwochfrüh

Vorarlberg / 20.05.2019 • 19:00 Uhr
Der Blick nach oben hat derzeit nur eines zu bieten: herunterprasselnden Regen. So wird es bis Mittwoch in der Früh auch bleiben.VN/Paulitsch
Der Blick nach oben hat derzeit nur eines zu bieten: herunterprasselnden Regen. So wird es bis Mittwoch in der Früh auch bleiben.VN/Paulitsch

Landeswarnzentrale hat Feuerwehren instruiert, sich auf mögliche Überschwemmungen vorzubereiten.

Schwarzach Vor Kurzem beklagten sich zahlreiche Landwirte noch über die große Trockenheit im Land. Jetzt hilft ihnen Petrus. Der Wettergott öffnet die Himmelsschleusen und lässt den Regeln herunterprasseln. Es wird laut Meteorologen bedenklich viel regnen. Und das nötigt die Landeswarnzentrale zum Handeln.

Volle Kanne bist Mittwochfrüh

“Nach einer durchregneten Nacht mit großen Wassermengen wird es auch am Dienstag nachhaltig und stark regnen. Vor allem der Norden des Landes und die Staulagen im Bregenzerwald sind davon betroffen. Es können bis Mittwochfrüh bis zu 200 Liter pro Quadratmeter herunterkommen”, trifft Jutta Staudacher von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik eine präzise Prognose. Eine erste Pause sollte der Niederschlag am Dienstagnachmittag machen. “Am Abend beginnt es dann aber wieder zu regnen. Bis am Mittwoch in der Früh kann dieser Regen auch wieder recht ergiebig sein. Danach aber ist mit dem großen Regen Schluss”, beruhigt die Wetterexpertin.

Freilich ist das Ende des Starkregens nicht gleichbedeutend mit dem Beginn einer schönen und warmen Wetterphase. “Es bleibt bis kommende Woche hinein unbeständig und schaueranfällig. Mit den Temperaturen geht es wieder hinauf”, kündigt Staudacher an.

Feuerwehren instruiert

In der Landeswarnzentrale unterschätzt man die kurze Starkregenphase jedoch nicht. “Laut unseren Informationen handelt es sich in der Zeit von Montag bis Mittwoch um ein fünfjährliches Niederschlagsereignis. Das ist nichts Dramatisches. Aber es kann da und dort zu kleinräumigen Überschwemmungen kommen”, lässt Franc Magnes (52), Leiter der Landeswarnzentrale, wissen. Daher habe man die Landesfeuerwehrzentrale informiert. “Dort kümmert man sich darum, dass die notwendigen Geräte und Materialien für einen allfälligen Einsatz bereitstehen”, führt Magnes weiter aus. Kleine Überschwemmungen könne es vor allem dort geben, wo regionale Regenzellen entstehen, die auf einer begrenzten Fläche für sehr viel Wasser sorgen. “Das Problem ist: Man kann nie genau sagen, wo solche kleinräumigen Regenzellen entstehen”, erläutert der Chef der Landeswarnzentrale.

“Das Problem ist: Man kann nie voraussagen, wo regionale Regenzellen entstehen.

Franc Magnes, Leiter der Landeswarnzentrale

“Die Feuerwehren sind jedenfalls gewappnet”, versichert Landesfeuerwehrkommandant Hubert Vetter (61). Freilich müssten die Ortsfeuerwehren entscheiden, was für ihren Bereich zu tun ist. “Hydrographisch ist nichts großflächig Großes zu erwarten”, beruhigt Vetter. “Vor allem wissen wir ja auch, dass am Mittwoch in der Früh der starke Regen vorbei sein wird.”

Böden haben Kapazität

Ganz und gar nicht in Panik ist man in der Landwirtschaft. “Die Böden waren im März und April zu trocken. Sie haben jetzt also noch einiges an Aufnahmekapazität”, sieht Harald Rammel, Referent für Gemüsebau in der Landwirtschaftskammer, kein Problem. Zumal auch er weiß: “Am Mittwoch ist mit dem Starkregen ja Schluss.”