Bunter Campus-Firstbaum für Sulner Kinder

Nach langer Planungsarbeit und Verzögerung durch Baustopp konnte beim Kindercampus Sulz Richtfest gefeiert werden.
Sulz „Was lange währt, wird endlich gut.“ Mit diesen Worten fasste Bürgermeister Karl Wutschitz bei seiner Ansprache im Rahmen der Firstfeier für den neuen Kindercampus in Sulz die vergangenen Monate und Jahre zusammen. Nach langen Verhandlungen und Vorbereitungen starteten im Frühjahr 2018 endlich die Bauarbeiten für die neue, zentral gelegene Kinderbetreuungseinrichtung in Sulz. Bereits im Sommer kam dann allerdings die „historische Hiobsbotschaft“. Auf dem Baugelände waren Knochen und Skelette entdeckt worden. Schnell wurde klar, dass man quasi auf die eigene Vergangenheit – einen Friedhof aus dem 15. bzw. 16. Jahrhundert – gestoßen war. Es folgte ein sofortiger Baustopp, die Archäologen übernahmen das Zepter, legten den Friedhof frei und sicherten die historischen Funde. Erst nach einer Verzögerung von mehr als vier Monaten konnte der Bau fortgesetzt werden.

Eröffnung für 2020 geplant
Mit der Dachgleiche hat man nun einen großen Zwischenschritt geschafft. Die Eröffnung des rund 3,6 Millionen Euro teuren Projekts soll im Sommer 2020 erfolgen. Bis dahin gibt es aber noch viel zu tun, ehe dann Kindergarten und Kleinkinderbetreuung in die neuen Räume einziehen können – die bisherige Betreuung im Pfarrheim platzt ja aus allen Nähten.

Bei der Firstfeier anwesend waren die zuständigen Landesrätinnen Barbara Schöbi-Fink und Katharina Wiesflecker, welche unisono die Bedeutung solch zukunftsträchtiger Projekte im Sinne von Vereinbarkeit von Familie und Beruf betonten. Gleichzeitig lobten sie die Gemeinde Sulz für ihren Mut zur Umsetzung des neuen Campus. Architekt Johann Specht erläuterte seine Überlegungen für das Gebäude, welches speziell auf die Kinder ausgerichtet ist.

Als Vertreter der Pfarre und der Kirche, welche ja den bisherigen Kirchenparkplatz für das neue Gebäude zur Verfügung gestellt haben (das Gebäude selbst befindet sich auf Gemeindegrund), waren Pfarrer Cristinel Dobos sowie Diözesanbaumeister Herbert Berchtold mit dabei. Traditionsgemäß auf dem Dach angebracht wurde die bunt geschmückte Firsttanne, aber nicht ehe Bürgermeister Wutschitz noch eine entsprechende Spende für die Handwerker angebracht hatte. Zusammen mit den Kindergartenpädagoginnen, Gemeindevertretern und zahlreichen Projektpartnern wurde dann gemeinsam auf die bisher erfolgreichen und unfallfreien Bauarbeiten angestoßen. CEG