Fall Soner Ö.: Opferanwalt fordert unabhängige Aufklärung

Vorarlberg / 12.04.2019 • 19:00 Uhr
 VN/Hämmerle
VN/Hämmerle

Anwalt des Opfers von Soner Ö. fordert Klärung, weshalb der mutmaßliche Täter zum Tatzeitpunkt in Vorarlberg war.

Schwarzach Der mutmaßliche Täter von Dornbirn, Soner Ö., hat sich kürzlich einen neuen Anwalt genommen. Wie die VN berichteten, übernahm die Bregenzer Anwaltskanzlei Ludwig Weh den Fall. Vor wenigen Tagen beschwerte sich Anwalt Stefan Harg von besagter Kanzlei über die vermeintliche Vorverurteilung von Soner Ö. in den Medien. Zudem stellte die Kanzlei infrage, ob das Aufenthaltsverbot damals rechtskräftig war. Stefan Denifl, Anwalt der Lebensgefährtin des Opfers, kontert nun: “Für die Beurteilung der Straftat sind derartige Überlegungen nicht erheblich.” Und er fährt fort: “Es gibt keinen Grund daran, zu zweifeln, dass am Landesgericht Feldkirch ein faires Verfahren durchgeführt werden kann. Auch die angehörigen des Opfers haben ein dringendes Aufklärungsinteresse vor allem dahingehend, wieso sich der Verdächtige überhaupt zum Tatzeitraum in Vorarlberg aufhalten konnte.” Er gehe davon aus, dass die Aufklärung bereits in die Wege geleitet wurde. “Die juristische Beurteilung der Abläufe in fremdenrechtlicher Hinsicht sollte auch von unabhängigen Rechtsexperten durchgeführt werden.”