Kennelbach: Hund Balu und Camper von Wasserrettung aus Notlage befreit

Zwei Bregenzer und ihr Hund gerieten am Samstagabend an der Bregenzerache in eine Notlage.
Kennelbach Der Notruf ging am Samstag um 19.56 Uhr ein: Die Wildwasserretter der Wasserrettung Vorarlberg wurden zu einem Einsatz an der Bregenzerache, im Bereich Mündung Rickenbach und etwa vier Kilometer flussaufwärts vom Head Areal in Kennelbach, gerufen.
Grund war die Notlage von zwei 34-jährigen Bregenzern, die die Nacht an der Ache verbringen wollten und mit ihrem Schlauchboot bis auf Höhe des ehemaligen Wälderbahntunnels auf dem Fluss kreuzten, um an ihren Lagerplatz zu gelangen. Nach dem Queren der Ache trieb das Schlauchboot jedoch aus Unachtsamkeit ab und ließ die Camper mit ihrem Hund Balu am Ufer zurück.
Im kalten Wasser gelandet
Einer der Männer versuchte das ausgerissene Boot einzufangen und landete dabei im fünf Grad kalten Wasser. Er konnte sich und Teile der Ausrüstung ans gegenüberliegende Ufer retten und alarmierte dort bereits leicht unterkühlt per Handy die Einsatzkräfte. Sein Begleiter und dessen Hund Balu sahen sich jedoch nicht imstande, die andere Uferseite aus eigener Kraft zu erreichen und harrten am Lagerplatz aus.

Die bereits alarmierten Einsatzkräfte der Wasserrettung mussten sich von Kennelbach aus zu Fuß auf den Weg machen, um die festsitzenden Camper zu bergen. Erst nach einem 30-minütigen Fußmarsch war es den Wasserrettern möglich, den in Not geratenen Outdoor-Freund mittels angeleintem Retter aus seiner misslichen Lage zu bergen und mit seinem Begleiter nach der Erstversorgung dem Roten Kreuz zu übergeben.
Beschwerlicher Weg
Um die Nerven des Vierbeiners, der sich laut Wasserretter Berndt Zündel vor den kalten Fluten fürchtete, zu schonen und den Kontakt mit dem Wasser der Bregenzerache zu vermeiden, nahmen die Einsatzkräfte einen beschwerlichen Weg durch den Wald und das teils steile Unterholz etwa vier Kilometer in Richtung L14 Bucherstraße in Kauf, wo sie von weiteren Kräften der Wasserrettung erwartet wurden.
Um 23 Uhr wurden beide Bregenzer inklusive Hund an das Rote Kreuz übergeben. Die Outdoor-begeisterten Männer waren mit leichten Unterkühlungen, Prellungen und dem Schrecken davongekommen. Im Einsatz waren sieben Fahrzeuge mit rund 30 Einsatzkräften der Wasserrettung Vorarlberg sowie Kräfte der Bundespolizei und zwei Teams des Roten Kreuzes.