Ein Freund und Helfer der Polizei

Der Harder Robert Giggenbacher (45) kam arg bedrängten Polizisten zu Hilfe.
Lustenau Der Randalierer hatte es wahrlich faustdick hinter den Ohren: Es geschah am 2. Dezember 2018, als der Amokläufer in Lustenau zunächst mehrere Fensterscheiben einschlug, dann einen Tankstellenmitarbeiter zu Boden stieß, Benzin in einen Eimer füllte und damit einen Altpapiercontainer in Brand setzen wollte.
Ein herbeigerufener Polizeibeamter und seine Kollegin hatten kein leichtes Spiel mit dem Tobenden. Der Bursche setzte sich mit Händen und Füßen gegen die beiden Beamten zur Wehr, scherte sich keinen Deut um die ausgesprochene Festnahme und reagierte auf den Einsatz des Pfeffersprays nur um so wütender. Es gelang den Polizisten einfach nicht, den Mann ruhigzustellen.
“Ein Mords-Tamtam”
Da kam der Harder Robert Giggenbacher mit seinem Auto des Weges. “Mir fiel gleich ein Mords-Tamtam auf der Straße auf. Erst beobachtete ich, wie ein Polizist und eine Politesse hinter einem Flüchtenden herliefen. Aber sie schafften es nicht, er war einfach zu schnell”, schilderte der 45-Jährige den VN. “Ich wollte ihm mit dem Auto den Weg abschneiden und dann, es war etwa 30 Meter vor mir, holten ihn die Beamten schließlich ein. Sie wollten ihn überwältigen, aber ich sah gleich: sie hatten keine Chance! Auch nicht mit dem Pfefferspray. Der Bursche hatte zu viel Adrenalin intus. Ich rief ihnen zu, ob sie Hilfe brauchten. Sie antworteten mit ja. Und dann habe ich losgelegt.”
“Der Bursche hatte zu viel Adrenalin intus.”
Robert Giggenbacher
Giggenbacher, selbst einst im Sicherheitsdienst tätig und mit einigen Polizisten befreundet, fackelte in der Tat nicht lange. “Ich bin einer, der beobachtet, denkt und handelt”, sagt er. Der stämmige Harder warf sich nun ebenfalls auf den Randalierer, bei dem nun der letzte Funke Widerstand erlosch. Die Handschellen klickten, und der Spuk war vorbei. Wie sich herausstellte, hatte der überwältigte Mann wegen der Einnahme von Psychopharmaka und Suchtmitteln ein abnormes Verhalten an den Tag gelegt.