Reden, die bewegen: Sportler mit Handicap erzählten ihre Lebensgeschichten

Manuel Riedmann, Heike Eder und Christian Häusle waren zu Gast im KOM.
Altach „Reden, die bewegen“ heißt eine Vortragsreihe zu diversen Gesundheitsthemen. Diesmal waren Heike Eder, Manuel Riedmann und Christian Häusle als Referenten eingeladen. Gleich zu Beginn stand die Frage: Wie soll man die drei Sportler eigentlich bezeichnen? Als Versehrtensportler? Sportler mit Handicap? Behindertensportler? Eine konkrete Antwort konnte keiner der drei geben. Die zahlreichen, vor allem jungen Zuhörer im Altacher KOM konnten sich aber schon bald ein persönliches Urteil über Heike Eder, Manuel Riedmann und Christian Häusle bilden – alle drei haben Vorbildwirkung und überzeugen durch Persönlichkeit und Leistung.

Die Geschichten der drei Sportler sind unterschiedlich und weisen dennoch Parallelen auf. Da ist mit Eder zum einen die talentierte Nachwuchsskiläuferin in Stams, die sich bei einem Trainingssturz, der so dutzende Male vorkommt, schwer verletzte und seitdem querschnittgelähmt ist. Dass Eder trotzdem mit Krücken gehen kann ist, eine andere Geschichte. Riedmann war und ist Allroundsportler, seine Liebe galt der Leichtathletik allgemein und dem Speerwurf im Speziellen. Bei einem unverschuldeten Motorradunfall auf dem Weg zur Arbeit erlitt auch er schwerste Verletzungen und sitzt seitdem im Rollstuhl. Häusle spielte als 13-jähriger auf dem Firmengelände seiner Eltern, wurde dabei von einem LKW überrollt und verlor sein rechtes Bein.
Zukunft im Sport
Alle drei vereint, dass sie nach ihrem Schicksalsschlag den Kopf nicht in den Sand gesteckt haben, sondern ihre Zukunft weiter im Sport sahen. Eder holte sich Bronze bei den letzten Paralympics, Häusle wurde zweimal Weltmeister und fährt aktuell Motocross und Hard Enduro, Riedmann holte sich den Staatsmeistertitel im Speerwerfen, spielt Tennis, Eishockey und geht Fallschirmspringen.
Geblieben sind für alle die Erinnerungen an den Unfall, sowie der harte Kampf zurück ins Leben, verbunden mit vielen Operationen und Schmerzen, aber dem unbedingten Willen es wieder zu schaffen. Allen drei gemein ist der nun viel intensivere, positivere Umgang mit dem eigenen Dasein. Dem Sport kommt in ihren Lebensgeschichten eine Schlüsselrolle zu. So geben Eder, Riedmann und Häusle indirekt dann doch noch die Antwort auf die Eingangsfrage: Alle sind einfach nur drei normale leidenschaftliche Sportler, mit Zielen und hohem Anspruch an sich selbst, verbunden mit Siegen und Niederlagen im Sport und im Leben. CEG