Cinello-Kinderkonzert in der Remise Bludenz

Vorarlberg / 25.03.2019 • 15:30 Uhr
Cinello-Kinderkonzert in der Remise Bludenz
Begeisterte Besucher: Julia Sprenger mit Lotta sowie Nina Caldonazzi mit Amelia. BI

Simon Zöchbauer und Emily Steiner boten in Bludenz Trompetenklänge und Jonglage.

Bludenz Zahlreiche kleine Besucher waren kürzlich im Eingangsbereich des Remise-Saals in Begleitung ihrer Eltern oder Großeltern zu sehen. Die Spannung war groß. Es dauerte eine Weile, bis alle im Halbrund auf extra dafür ausgelegten Teppichen Platz genommen hatten. Auf der Bühne waren zwei große Reisekoffer aufgestellt. Aus einem der Koffer stieg Emmy Steiner alias Cinello ganz langsam heraus. In einem bunten Federkleid ging sie auf die Kinder zu. Mit ausdrucksstarker Mimik und mit Handpuppen, die Vögel darstellen, zog sie die jungen Zuschauer in ihren Bann. Fasziniert schauten die Kinder den Bewegungen der Schauspielerin zu, es wurde ganz leise im Saal.

Trompete im Mittelpunkt

Tänzerin Emmy Steiner verfügt über viel Erfahrung mit Kindertheater. So ist sie Gewinnerin des TRY Out/artists-in-residence Wettbewerbs 2018 und tritt unter anderem mit ihrem Programm „Pip“ im Dschungel in Wien auf. Die Spannung steigerte sich, als dann auf einmal hinter dem Vorhang eine Trompete zu sehen und zu hören war.  Trompeter Simon Zöchbauer aus Wien betrat die Bühne, und nun stand die Trompete im Mittelpunkt des Geschehens. Während Steiner das Publikum mit Jonglage und Tanz unterhielt, wurde die Trompete immer wieder ins Geschehen miteinbezogen.

Simon Zürchbauer und Emily Steiner unterhielten die Besucher in der Remise Bludenz blendend.
Simon Zürchbauer und Emily Steiner unterhielten die Besucher in der Remise Bludenz blendend.

Das Cinello-Kindertheater findet jedes Jahr vier Mal statt. Bei jedem Auftritt wird ein anderes Instrument vorgestellt. So wurde im Jänner bereits das Akkordeon präsentiert. Auftritte mit Oboe und Kontrabass werden heuer noch folgen. Cinello – Emmy Steiner – bildet die Konstante dieser Veranstaltungsreihe, die für Kinder bis drei Jahre angeboten wird. „Cinello setzt hohe Ansprüche: künstlerische Qualität, die Kleinkinder und Erwachsene gleichermaßen faszinieren soll. Cinello geht auf meine Zeit als Geschäftsführer der Grazer Spielstätten im Jahr 2008 zurück, als wir gemeinsam mit der Jeunesse ein Konzertformat für ganz kleine Kinder entwickeln wollten. Miriam Schreinzer holte das Projekt dann nach Bludenz“, erklärt Kulturstadtrat Christoph Thoma die Entstehungsgeschichte des Projekts.

Große Begeisterung

Nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern waren von dem Konzert begeistert. So sagte Elena Marent: „Ich fand die Vorstellung total nett. Selbst die ganz Kleinen waren ganz gefesselt vom Bühnengeschehen.“ Julia Sprenger ergänzte: „Ich finde es schön, dass die Kinder die Instrumente auf diese Weise spielerisch kennenlernen können. Mir gefällt vor allem auch der interaktive Zugang, denn so kleine Kinder können nicht lange ruhig auf einem Stuhl sitzen bleiben.“ BI