Junges Vorarlberger Paar schwingt beim Opernball das Tanzbein

Ferdinand Fink und Lea Huber tanzen als Debütanten auf dem Wiener Opernball.
Wien “Alles Walzer”, heißt es morgen Abend beim 63. Wiener Opernball. 144 junge Tanzpaare aus 13 verschiedenen Ländern fiebern heuer auf ihren großen Moment hin. Auch Lea Huber aus Lauterach und Ferdinand Fink aus Höchst werden auf dem berühmten Parkett im schneeweißen Ballkleid und im eleganten Frack das Tanzbein schwingen. Der Opernball in der Wiener Staatsoper gilt als gesellschaftlicher Höhepunkt der Ballsaison, Millionen von Zuschauern die Eröffnung des besonderen Ballevents vor den Fernsehbildschirmen live mitverfolgen. Für die 22-Jährigen ein großes Ereignis, denn auch sie haben es in die Riege der Debütanten geschafft.
Auch privat ein Paar
Hinter den beiden Vorarlbergern, die auch privat ein Paar sind, liegen anstrengende Probewochen. Seit September letzten Jahres werden die beiden Studenten in der Tanzschule Hieble in Dornbirn auf ihren großen Auftritt vorbereitet. Dass sie es können, daran besteht kein Zweifel, zumal Lea Huber seit ihrem vierten Lebensjahr Ballett tanzt und gemeinsam mit Ferdinand schon zu Schulzeiten mehrere Tanzkurse besucht hat. Mit der Teilnahme am Opernball erfüllt sich das Paar einen großen Traum: “Ich habe schon als Kind mit meiner Mutter immer den Opernball im Fernsehen verfolgt und finde es nun spannend, dass Lea und ich ein Teil davon sein dürfen”, freut sich Ferdinand Fink, der schließlich den Anstoß gab, sich als Debütantenpaar zu bewerben. “Ich fand die Idee super, ich freue mich sehr darauf”, ergänzt Lea.
Am vergangenen Freitag haben Lea und Ferdinand, die neben ihrem Studium in Lech als Skilehrer auf den Pisten unterweg sind, ihre Fahrt nach Wien angetreten. “Wir haben täglich von früh bis spät mit den anderen Tanzpaaren den Linkswalzer, die Polonaise und den Einlauf geübt. Es war anstrengend, aber jetzt haben wir ein gutes Gefühl”, sind sich die beiden einig. Die gestrige Generalprobe hat das junge Paar bereits mit Bravour gemeistert.
Bevor es heute Abend Ernst wird, steht für Lea Huber der obligatorische Friseurtermin auf dem Programm, schließlich muss auch das wertvolle Krönchen, das in diesem Jahr von Donatella Versace designt wurde, perfekt sitzen. Von Nervosität ist bei den Vorarlbergern noch keine Spur. “Wir sind gut vorbereitet”, sagt Lea. Unterstützung bekommt das junge Tanzpaar auch von ihren Eltern und Verwandten, die eigens nach Wien anreisen, um ihnen in der Staatsoper die Daumen zu drücken. Sollte also nichts mehr schiefgehen. “Wir werden früh schlafen gehen und genügend Essen, das hat man uns geraten.” Immer wieder mal komme es vor, dass Debütantinnen aufgrund von Kreislaufproblemen ohnmächtig werden. “Deswegen habe alle Herren Traubenzucker in der Tasche – für den Notfall”, erzählt Fink mit einem Schmunzeln.
Ferdinand Fink
Geboren: 27. Oktober 1996
Wohnort: Höchst
Ausbildung: Studium der Humanmedizin in Innsbruck
Hobbys: Skifahren
Lea Huber
Geboren: 19. Februar 1997
Wohnort: Lauterach
Ausbildung: Tourismus-Studium an der MCI in Innsbruck
Hobbys: Skifahren, Tanzen