“Jeder Vorarlberger soll einmal auf Ski stehen”

Im Rahmen der Schulskitage sind dieses Jahr 250 Schulklassen mit 5000 Kindern auf Vorarlbergs Pisten unterwegs. Für viele ist es das erste Mal auf Skiern.
Laterns Bei traumhaften Wetter verbrachten gestern Volksschulklassen aus Gisingen den Tag im Skigebiet Laterns. “Etwa die Hälfte steht zum ersten Mal auf Skiern”, erklärt Lehrerin Melanie Obriejetan und im Großen und Ganzen überwiege die Freude, auch wenn es mit dem Skifahren vielleicht nicht sofort so klappt wie erwünscht.
Die Organisatoren der Schulskitage wird die Aussage freuen, denn sie haben es sich zum Ziel gesetzt, dass möglichst viele Kinder so erste Erfahrungen mit dem Winter- und im speziellen mit dem Skisport sammeln können. “Jeder Vorarlberger soll einmal auf Skiern stehen”, erklärt VSV-Breitensportreferent Werner Eberle. Das möchte man mit der Aktion ermöglichen.
5000 Schüler nehmen teil
Das lässt man sich auch etwas kosten. 250.000 Euro werden jährlich in die gemeinsame Aktion von den Bergbahnen Vorarlberg, dem Land und zahlreichen weiteren Partnern investiert. Dazu kommen an die 150 Ehrenamtliche Helfer aus den Skivereinen, die mit den Kindern die ersten Schritte auf den Skiern absolvieren. Dabei gibt es zwei gesonderte Aktionen: “Skifahren mit Flocke” richtet sich an Volksschüler der dritten und vierten Schulstufe, sie erhalten einen Tagesskipass, einen Skikurs sowie die Leihausrüstung gestellt. In der Mittelschule findet dann die Aktion “#Schifahra” statt, bei der zusätzlich auch noch das Mittagessen bezahlt wird, hier gibt es aber nur Skilehrer für die Kinder, die Unterstützung benötigen. Der Erfolg der Aktion: seit Jahren nehmen an die 5000 Schüler aus 250 Klassen teil.
Dabei gebe es aber auch noch zusätzliche Aktionen, berichtet Hannes Jochum, Obmann der Fachgruppe Seilbahnwirtschaft und Geschäftsführer der Brandnertaler Bergbahnen. So würden im Brandnertal Schulen mehrerer Gemeinden, die Grundbesitz im Skigebiet haben, ohnehin kostenlos Karten gestellt erhalten. “Wir versuchen einen positiven Eindruck bei den Wintersportlern von morgen zu hinterlassen und sie zu begeistern.”, erklärt Jochum das Engagement der Bergbahnen.
Einen weiteren Aspekt betont Konrad Berchtold, Fachinspektor für Bewegungserziehung und Sport beim Land. Die Schulskitage seien ein zusätzlicher Zugang um Kinder zum Wintersport bzw. Skifahren zu bringen. Zudem seien sie eine Art Vorspann zu den Schulskiwochen.

Den Kindern hat es jedenfalls gefallen. Leila und Leonarda, beide zum ersten Mal auf Ski, erklärten jedenfalls mit Überzeugung, dass sie auch in Zukunft wieder Skifahren werden.