Kleines Malteserhündchen schlägt in Dornbirn wütenden Bettler in die Flucht

Dornbirnerin bekam am helllichten Tag unerwünschten Hausbesuch. Glücklicherweise war Malteserhündchen Lina da.
Dornbirn Noch während des Telefonats mit den VN war Frau A. aus Dornbirn, die anonym bleiben will, hörbar entsetzt. Deutlich beklommen schilderte sie, was ihr am Montagvormittag, es war gegen 11.30 Uhr, in ihrem trauten Heim widerfuhr: “Es klingelte an der Haustüre. Als ich öffnete, stand draußen ein Fremder mit Kappe und langem Mantel.” Der Unbekannte sei dann gleich recht konkret geworden: “Du geben mir Geld, alles Geld, was du hast!”
Frau A. habe die Türe sofort schließen wollen, doch der Fremde das Vorhaben gleichzeitig mit seinem Fuß blockiert. “Dann kam er herein und forderte nochmal alles Geld, das ich habe”, erzählte die Dornbirnerin weiter. Auch wenn der Mann von Frau B. bei der Arbeit war und die Kinder die Schulbank drückten, so ganz allein war sie nicht zu Hause.
Denn da tummelte sich noch die kleine Malteserhündin Lina herum. Der niedliche Vierbeiner erkannte die bedrohliche Situation seiner Herrin und legte sofort los: “Sie begann laut zu bellen und schlug den Eindringling in die Flucht, ja Lina hat ihn richtig hinausgebellt!”, erzählt Frau A.
“Lina hat ihn richtig hinausgebellt.”
Frau A.
Die Dornbirnerin alarmierte die Polizei. Keine drei Minuten später waren gleich mehrere Streifen vor Ort. Der Unbekannte trieb sich noch in der Gegend herum und konnte sogleich gestellt werden. Offenbar hatte er auch bei anderen Nachbarn geklingelt, jedoch von seinem Vorhaben abgelassen, weil in den Häusern mehrere Personen anwesend waren.
Anzeige auf freiem Fuß
Polizeisprecher Horst Spitzhofer bestätigte den VN den Vorfall. Demnach handelte es sich bei dem Fremden um einen rumänischen Bettler, der nun gar nicht mehr so fremd ist: “Die Identität des Mannes wurde festgestellt, wir wissen, wer er ist und wo er sich aufhält. Allerdings kann man in diesem Fall nicht von einem versuchten Raub sprechen, sondern vom Verwaltungstatbestand des aggressiven Bettelns. Er wird auf freiem Fuß angezeigt”, sagte Spitzhofer.