Hochwasser-Test in Thüringen: Anlage besteht erste Bewährungsprobe

VN / 22.04.2026 • 15:27 Uhr
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Der Montjola Weiher wurde 36 Stunden lang aufgestaut. Fotos: Harald Witwer

Hält der neue Hochwasserschutz, was er verspricht? Ein erster Test am Montjola Weiher lieferte nun klare Ergebnisse.

Thüringen In Thüringen wurde der Montjola Weiher im Rahmen eines behördlich vorgeschriebenen Probestaus testweise angestaut. Das Ganze passierte sehr behutsam über einen Zeitraum von rund 36 Stunden. Damit wurde getestet, ob das erst kürzlich fertiggestellte Hochwasserschutzprojekt auch wirklich seine Funktion erfüllt. Dabei ging es vor allem darum, die Hochwasserentlastungsanlage sowie die Messtechnik zu überprüfen.

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Zum Schluss lag der Wasserspiegel einen Meter über dem normalen Niveau.
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Spazierwege waren dann nicht mehr passierbar.

Insgesamt wurden etwa 20.000 Kubikmeter Wasser zurückgehalten. Der Wasserstand lag damit in einem Bereich, wie er bei größeren Hochwasserereignissen (zwischen HQ 30 und HQ 100) vorkommt – ungefähr einen Meter über dem normalen Niveau.

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Die Feuerwehr betreute den Probestau und das kontrollierte Ablassen.
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Während des Einstauens wurde auch darauf geachtet, dass weiterhin ausreichend Wasser in den Wasserfall gelangt. Dafür hat die Ortsfeuerwehr Thüringen mit ihrer Hochwasserpumpe gezielt Wasser dorthin gepumpt.

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Zahlreiche Schaulustige kamen vorbei, um sich den Ablass des aufgestauten Wassers anzusehen.

Sobald der gewünschte Wasserstand erreicht war, wurden kontrolliert 13,8 Kubikmeter Wasser pro Sekunde ins Schlosstobel abgeleitet. “Der Staubetrieb war ein voller Erfolg und alles hat perfekt funktioniert”, ist Bürgermeister Harald Witwer mit dem Ergebnis zufrieden.

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Der Montjola Weiher ist ein beliebtes Ausflugsziel.

Das Hochwasserschutzprojekt kostete insgesamt knapp 14 Millionen Euro. 40 Prozent davon übernahm der Bund, weitere 40 Prozent das Land. Die restlichen jeweils zehn Prozent wurden von den Gemeinden Bludesch und Thüringen getragen. Der Spatenstich für die erste Bauetappe erfolgte im Oktober 2023, abgeschlossen wurde das Projekt zwei Jahre später, im Oktober 2025.

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13,8 Kubikmeter Wasser pro Sekunde wurden ins Schlosstobel abgeleitet.

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