Ehefrau im Rausch brutal misshandelt

36-jähriger Hilfsarbeiter trotz Versöhnung mit Opfer verurteilt.
Feldkirch Die Verletzungen, welche die junge Frau Mitte Jänner erlitt, klingen übel: Rippenfraktur, Verletzungen an der Halswirbelsäule, am Hinterhaupt, an der Mittelhand, am Oberarm und ein “Veilchen”. Der 36-jährige türkische Ehemann hatte mit ihr in der gemeinsamen Wohnung gestritten und sie mehrfach mit Fäusten ins Gesicht geschlagen. Als sie am Boden lag, trat er gegen die Frau. Als sie die Polizei rufen wollte, riss er ihr das Handy aus der Hand und drohte: “Ich werde Dich nicht umbringen, aber ich werde Dir alle Knochen brechen”.
Problem mit Alkohol
An jenem Abend hatte der Mann viel zu viel getrunken. “Von Whisky werde ich ziemlich aggressiv”, gibt er an. Doch er hatte sich an jenem Abend nicht mit Whisky, sondern mit Raki zugedröhnt. 1,44 Promille ergab die Messung. Vor Richter Alexander Wehinger bekennt er sich zu den Körperverletzungen geständig.
Was die Drohungen und Nötigung betrifft, gibt er an, dass er sich nicht so genau erinnern könne. Die Verteidigung führt an, dass dieses Ausrasten in krassem Widerspruch zum bisherigen Lebenswandel des Unbescholtenen stehe. “Wir haben uns inzwischen wieder versöhnt und haben derzeit keinerlei Probleme”, behauptet der zweifache Familienvater.
Geld- und Haftstrafe
Der Arbeiter verdient zwar 2.500 Euro netto pro Monat, hat aber für seinen Audi noch 50.000 Euro Schulden. Das Gericht verurteilt den Mann zu einer kombinierten Strafe. Fünf Monate Haftstrafe auf Bewährung, bezahlen muss er 2.160 Euro. Den Betrag kann er in 21 Raten abstottern. Mildernd war das Geständnis, die bisherige Unbescholtenheit und dass die Taten teilweise beim Versuch geblieben sind und seine Zurechnungsfähigkeit eingeschränkt war. Erschwerend war, dass er mehrere Straftaten verwirklichte und dass die Gewalt gegen seine Ehefrau gerichtet war. Das Urteil ist rechtskräftig.