Überraschende Wende bei Luxusresort-Projekt in Schröcken

Nach Jahren des Stillstands tut sich beim Projekt „The Heimat“ wieder was.
Schröcken Jahrelang passierte nichts, nun zeichnet sich doch noch eine Wende ab: Das geplante Luxus-Resort „The Heimat“ mit Dutzenden Apartments und über 100 Hotelzimmern in Schröcken-Nesslegg soll fertiggestellt werden. Wie der nunmehrige Investor auf VN-Anfrage mitteilt, werden am kommenden Montag (20. April) die Bauarbeiten beim ehemaligen Hotel Widderstein und bald auch beim geplanten 5-Sterne-Hotel wieder aufgenommen. Ursprünglich war die Eröffnung Ende 2021 geplant. Der Spatenstich fand Ende September 2018 statt. Tatsächlich fertiggestellt wurde bislang allerdings nur ein Apartmentgebäude. „Es sind gute Nachrichten für Schröcken, dass es nach drei Jahren Stillstand weitergeht“, sagt Bürgermeister Stephan Schwarzmann.


Der Baustopp erfolgte, nachdem der ursprüngliche Projektbetreiber als mutmaßlicher Strohmann im Zusammenhang mit Geldwäsche-Verdachtsfällen rund um die Liechtensteinische Union Bank, Venezuela und Geldern aus staatlichen Programmen in das Visier der Ermittler geraten war. Rund 17 Millionen Euro, die für Bankanteile geflossen sein sollen, wurden später eingefroren.

„Die Finanzierung ist aktuell gesichert“, teilt Laura Rrahmani (37), Geschäftsführerin von drei „The Heimat“-Gesellschaften, mit. Der bisherige Hauptinvestor – eine Gesellschaft um zwei Liechtensteiner Beteiligungs- und Immobiliengesellschaften – habe sich entschieden, das Projekt weiterzuführen. „In diesem Zusammenhang wurden auch strukturelle Anpassungen vorgenommen, um eine stabile und nachhaltige Umsetzung zu gewährleisten“, ergänzt Rrahmani.

Die Apartments wurden von der Gemeinde nur unter der Voraussetzung genehmigt, dass auch Hotelbetten und eine Gastronomie für Tagesgäste realisiert werden. Insgesamt umfasst das Projekt ein Hotel mit 135 Zimmern, zwei Restaurants und einem 1000 Quadratmeter großen Wellnessbereich sowie 84 Apartments, die unter dem Namen “Arlberg Alpin Aparts” firmieren. Beim Spatenstich wurden die Investitionskosten mit knapp 57 Millionen Euro beziffert. Hotelbetreiber wäre DoubleTree by Hilton gewesen.


Wer das Hotel nun betreiben soll, steht laut Laura Rrahmani noch nicht fest. „Wir befinden uns derzeit in fortgeschrittenen Gesprächen mit potenziellen Betreibern.“ Ziel sei eine Positionierung im gehobenen Segment, mit klarem Fokus auf alpinen Tourismus, Qualität und Ganzjahresbetrieb. Im ehemaligen Hotel Widderstein sind zehn Investorenapartments und ein Restaurant mit Terrasse vorgesehen. „Nach aktuellem Stand gehen wir davon aus, dass die Fertigstellung des Gesamtprojekts bis spätestens Ende 2028 erfolgen wird. Der finale Ausbau wird in Abstimmung mit dem zukünftigen Betreiber erfolgen“, ergänzt die Geschäftsführerin.

