Sieben Neue für Hohenweiler: Angriff soll explodieren

Starke Offensivpower für den Klub aus dem Leiblachtal.
Hohenweiler Dreizehn Punkte fehlen dem SC Hohenweiler in der 1. Landesklasse auf Rang zwei. Mit sieben Neuen, vor allem für den Angriff, will Trainer Yücel Sali die Flaute beheben – und zumindest oben anklopfen.
Der SC Hohenweiler überwintert in der 1. Landesklasse auf Rang neun, 16 Punkte stehen nach der Hinrunde zu Buche. Der Rückstand auf die Aufstiegsplätze beträgt lediglich sieben Zähler – eine Ausgangslage, die im Leiblachtal durchaus für ein vorsichtiges Kribbeln sorgt. Denn obwohl die Tabelle eng ist, weiß man beim Sportclub auch, wo der Hebel angesetzt werden muss: bei der Offensive. Mit nur 13 Treffern stellte Hohenweiler in der Hinrunde die zweitschwächste Angriffsreihe der Liga.

Entsprechend aktiv zeigte sich der Verein in der Winterpause. Gleich sieben Neuzugänge wurden verpflichtet: Altug Demirci (Hatlerdorf), Lukas Grünwald (Hörbranz), Hakan Parlak (Viktoria Bregenz), Danijel Zoric (Krumbach), Jovo Zoric (Bizau), Yunus Emre Gündogdu (FC Dornbirn) und Salvatore Cifonelli (Leutkirch). Auf der Abgangsseite stehen Görkem Genc (Bizau), Murat Aktas (Ruggell) und Batir Akajev (Lauterach).
“Aufstieg wird nicht einfach”
Trainer Yücel Sali, der weiterhin an der Seitenlinie steht, tritt dennoch auf die Euphoriebremse. “Der Aufstieg wird sicherlich nicht so einfach”, sagt er. “Unser Ziel ist es jetzt in erster Linie, die Mannschaft zusammenzuhalten und nächstes Jahr anzugreifen. Das hat Priorität.” Sollte sich im Frühjahr mehr ergeben, werde man das “gerne mitnehmen”, so Sali, “aber wir müssen schon die Kirche im Dorf lassen. Es wird schwierig.”

Gleichzeitig ist dem Coach die qualitative Steigerung im Kader bewusst. “Mit den Neuzugängen haben wir auf jeden Fall qualitativ gewonnen”, betont er. Vor allem mit Lukas Grünwald, Salvatore Cifonelli, Hakan Parlak und Yunus Emre Gündogdu habe man “sehr agile Offensivspieler” dazubekommen. Auch die übrigen Neuen seien “qualitativ sehr gut”. Die Hoffnung ist klar: mehr Tempo, mehr Kreativität – und vor allem mehr Tore. Jovo Zoric kann zudem eine Partie im Alleingang entscheiden und hat schon in höheren Spielklassen des Landes seine Qualitäten unter Beweis gestellt.
Acht Jahre 1. Landesklasse
Ein Blick auf die jüngere Vereinsgeschichte zeigt, dass Hohenweiler in dieser Leistungsstufe längst angekommen ist. Seit dem Meistertitel 2017/18 in der 2. Landesklasse und dem Aufstieg in die 1. Landesklasse hält sich der Club nun seit acht Jahren in dieser Liga. Die Platzierungen schwankten – von Rang drei bis elf war alles dabei –, Konstanz auf solidem Niveau ist jedoch gegeben. Vor vielen Jahren wurde in einer Saison aufgrund der Pandemie lediglich eine Hinrunde ausgetragen, einen sportlichen Aufsteiger gab es nicht.

Nun also der nächste Anlauf, zumindest im erweiterten Kreis der Spitzenmannschaften mitzumischen. Sieben Punkte Rückstand sind im Frühjahr rasch aufgeholt – vor allem dann, wenn der Knoten im Angriff platzt. Im Leiblachtal träumt man leise. Und arbeitet laut daran, dass aus der Hoffnung vielleicht doch noch mehr wird. VN-TK


