Eine Brücke zwischen Dornbirn und Gyumri

Maturaballkomitee des BGD spendete 2160 Euro für den Armenien-Austausch.
Dornbirn Seit vielen Jahren verbindet das Bundesgymnasium Dornbirn eine enge Schulpartnerschaft mit einem Gymnasium in Gyumri in Armenien. Gemeinsame Projekte, Fundraising-Aktionen und ein jährlicher Schüleraustausch bilden das Herzstück dieser internationalen Zusammenarbeit. Ein wichtiger Beitrag dazu kommt auch heuer wieder von den Maturantinnen und Maturanten.

Aus dem Reinerlös ihres Maturaballs übergab das Ballkomitee eine Spende in Höhe von 2160 Euro an die Verantwortlichen der Schulpartnerschaft. “Das hat an unserer Schule schon Tradition”, sagt Caroline Kanonier (18) vom Maturaballkomitee. “Wenn wir eine Partnerschule haben, wollen wir diese auch aktiv unterstützen.” Auch für Catharina Tedeschi (17) war die Entscheidung klar: “Es war von Anfang an fix, dass wir einen Teil des Erlöses spenden.”

Besuch im April
Die Spende wird direkt für den kommenden Schüleraustausch verwendet. Im April werden zehn Jugendliche aus Armenien für eine Woche in Dornbirn zu Gast sein. Ein Teil der Flugkosten kann dank der Unterstützung der Maturanten gedeckt werden. Untergebracht werden die Schülerinnen und Schüler aus Gyumri in Gastfamilien, sämtliche Kosten vor Ort werden übernommen.

Organisiert und finanziert wird der Austausch größtenteils über das UNESCO-Freifach des BG Dornbirn. Einnahmen aus Brötchen- und Kuchenverkäufen bei Schulveranstaltungen wie Elternsprechtagen, Schnuppertagen oder dem Martinimarkt bilden die Basis. Zusätzlich unterstützen Sponsoren wie Blum, Gebrüder Weiss und die VKW das Projekt. “Die Spende der Maturanten ist ein wichtiger Baustein”, erklärt Lehrerin Stefanie Brandner, die den Austausch gemeinsam mit Katja Rauter betreut.

Internationale Freundschaften
Der Besuch der armenischen Jugendlichen erfolgt als Gegenbesuch: Bereits im vergangenen November reiste eine Schülergruppe aus Dornbirn nach Armenien. “Wir wurden unglaublich herzlich aufgenommen und bekamen einen intensiven Einblick in die armenische Kultur, die von einem respektvollen und freundlichen Umgang miteinander geprägt ist”, berichtet Brandner. Die zehn Vorarlberger Schülerinnen und Schüler hatten ihre Gastgeschwister schon vorab kennengelernt. Möglich machte das unter anderem eine Laptop-Spende aus dem Maturaball-Erlös des Vorjahres, die durch eine Verdoppelung der Mittel durch das Land Vorarlberg ergänzt wurde. Es wurden zwei Laptops angeschafft, die nun an den Partnerschulen in Gyumri im Unterricht eingesetzt werden. Die Laptops eröffnen Schülern und Lehrpersonen bessere digitale Lern- und Arbeitsmöglichkeiten.

Die Geräte wurden auch für gemeinsame Online-Treffen genutzt. “Durch die Zoom-Meetings gab es bereits vor der Reise ein erstes Kennenlernen”, so Brandner. In Armenien entwickelten sich daraus rasch persönliche Kontakte und Freundschaften, der Abschied im November fiel entsprechend emotional aus. Umso größer ist nun die Vorfreude auf den Gegenbesuch im April, wenn die armenischen Jugendlichen nach Dornbirn kommen und die geknüpften Freundschaften weiter vertiefen können. LCF







