Der Glitzerkeller ist leergeräumt: Kein Weihnachtswald mehr in St. Anton im Montafon

VN / 07.11.2025 • 07:00 Uhr
Weihnachtswald St. Anton
Jolanda Gasperi hat zehn Jahre lang den Wald in St. Anton im Montafon weihnachtlich geschmückt. Gasperi

Jolanda Gasperi beendet nach zehn Jahren ihr Herzensprojekt.

St. Anton im Montafon Nach zehn Jahren gibt Jolanda Gasperi aus St. Anton im Montafon ihr Herzensprojekt – den Weihnachtswald – aus gesundheitlichen Gründen auf. Ihr Entschluss steht fest, obwohl dieser mit „viel Wehmut und Tränen“ verbunden ist. Sie hatte eine schwere Operation und ist für mehrere Monate außer Gefecht gesetzt – vor allem, was harte körperliche Arbeit betrifft. Und das war der Weihnachtswald: „richtige Knochenarbeit bei Wind und Wetter“, sagt sie.

Weihnachtswald St. Anton
Mit viel Liebe zum Detail schmückte Jolanda Gasperi den Weihnachtswald.
Weihnachtswald von Jolanda Gasperi
Der Weihnachtswald kostete Jolanda Gasperi jedes Jahr viel Arbeit, aber sie hat es mit Herzblut und Leidenschaft gemacht.

Viele Besucher freuten sich bei einem Spaziergang über die mit viel Liebe zum Detail geschmückten Bäume mit glänzenden Kugeln, bezauberndem Schmuck und liebevoll gestalteten Dekorationen. Manche nahmen dafür auch eine längere Anfahrt in Kauf – wie beispielsweise die Pensionisten aus Dornbirn, die dem Weihnachtswald über viele Jahre hinweg regelmäßig einen Besuch abstatteten. Auch viele Kindergartengruppen aus dem Montafon machten regelmäßig einen Spaziergang durch den Wald, in dem es ein „Guatili-Kistli“ und einen Briefkasten für „Briefe an das Christkind“ gab.

Weihnachtswald St. Anton
Der Eingang in den Weihnachtswald war unverkennbar.

„Liebe Jolanda, lieber Manfred, vielen herzlichen Dank für all eure Mühe, für die unzähligen Stunden, die ihr investiert habt, und für euren unermüdlichen Einsatz bei jedem Wetter! Ihr habt es geschafft, den kleinen und großen Besucherinnen und Besuchern ein Strahlen ins Gesicht zu zaubern“, heißt es seitens der Gemeinde mit Bürgermeister Helmut Pechhacker.

Weihnachtswald von Jolanda Gasperi
Die “Guatili-Kiste” war bei den Kindern sehr beliebt.

Mit 72 Jahren ist es nun an der Zeit, kürzerzutreten. „Ich werde wieder gesund, und es geht mir ja auch schon wieder gut. Aber ich bin 72, und irgendwann darf ich auch mal aufhören“, sagt Jolanda Gasperi. Die Requisiten hat sie alle hergegeben und teilweise gespendet. „Mein Glitzerkeller ist leer. Die Ära ist zu Ende.“

Weihnachtswald von Jolanda Gasperi
Jolanda Gasperi hatte Hilfe, vor allem durch ihren Mann Manfred.

Obwohl sie viel Herzblut in den Weihnachtswald gesteckt hat, ist sie jetzt auch froh, dieses Projekt beendet zu haben – denn es war auch sehr viel Arbeit.

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