Rollhockeyjugend kämpfte um jeden Ball

Der RHC lud zum Internationalen Nachwuchsturnier mit Teams aus vier Nationen.
Dornbirn Ein Wochenende lang stand die Dornbirner Stadthalle ganz im Zeichen des Nachwuchs-Rollhockeys. Zum bereits neunten Mal lud der RHC Dornbirn zum internationalen Jugendturnier, das längst einen festen Platz im Sportkalender hat. Elf Mannschaften aus Italien, Deutschland, der Schweiz und Österreich boten in den Altersklassen U11 und U15 leidenschaftlichen Sport, enge Entscheidungen und jede Menge Emotionen.

Von Beginn an herrschte eine Atmosphäre, die sonst großen Finalspielen vorbehalten ist. Mitgereiste Fans verwandelten die Halle mit Trommeln und Gesängen in einen Hexenkessel und peitschten ihre Teams lautstark nach vorne. „Die Stimmung war großartig – ein echtes Fest für den Nachwuchs“, schwärmte RHC-Präsident Michael Schwendinger.

Dramatik pur bei der U11
Besonders eng ging es bei den Jüngsten zu. Gastgeber Dornbirn startete mit drei Siegen stark ins Turnier und durfte lange vom Finaleinzug träumen. Eine Niederlage gegen den RSC Gera kostete jedoch die entscheidenden Punkte. Am Ende lagen Dornbirn, Montecchio Precalcino und Gera punktgleich bei neun Zählern. Das bessere Torverhältnis entschied zugunsten der Italiener, die sich im Endspiel gegen Gera erneut durchsetzten und mit einem 2:0-Sieg den Pokal mit nach Hause nahmen. Der RHC Dornbirn belegte den starken dritten Rang, gefolgt von Vordemwald und Wimmis.

Deutsche Übermacht bei der U15
Auch die Altersklasse U15 hielt, was sie versprach. Das deutsche Buben-Nationalteam trat in Bestform auf und gewann sämtliche sechs Spiele. Mit 10:0 gegen Wimmis und 9:0 gegen Dornbirn setzten die Deutschen ein Ausrufezeichen. Im Finale gegen den RHC Vordemwald blieb das Team ebenfalls souverän und krönte sich mit einem 3:1 zum Sieger.

Hinter den überlegenen Buben sorgte das Mädchen-Nationalteam für eine der Überraschungen des Turniers. Mit mutigem Spiel kämpften sich die jungen Spielerinnen bis auf den dritten Platz. Rang zwei ging an Vordemwald, während Cronenberg Vierter wurde. Der RHC Dornbirn zeigte phasenweise starke Auftritte, erkämpfte ein 5:1 gegen Wimmis und ein 1:1 gegen Vordemwald, musste sich aber insgesamt mit Rang fünf zufriedengeben.

Sportliches Fest mit internationalem Flair
Die Siegerehrung am Sonntag, bei der Sportstadträtin Barbara Röser und Stadtrat Valentin Sottopietra die Medaillen überreichten, setzte einen stimmungsvollen Schlusspunkt. Jeder einzelne Spieler durfte sich über Edelmetall freuen – unabhängig von der Platzierung. Dementsprechend strahlten am Ende alle Teilnehmer des Turniers.

Neben dem sportlichen Geschehen hatten die Organisatoren auch das Rahmenprogramm bestens im Griff. Zahlreiche ehrenamtliche Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf, kümmerten sich um die Organisation, die Unterbringung und die Verpflegung der Gäste. „Ohne dieses Engagement wäre ein Turnier dieser Größenordnung nicht möglich“, betonte Organisationschefin Miriam Witzemann. Mehrere Mannschaften kündigten bereits an, auch 2026 wieder nach Dornbirn zu kommen. cth







