Tanz zwischen Extremen im Spielboden

VN / 10.06.2025 • 14:13 Uhr
Das „tanz ist Festival“ bringt von 13. bis 21. Juni in Dornbirn internationale Tanzkunst und subkulturelle Energie auf die Bühne.
Das „tanz ist Festival“ bringt von 13. bis 21. Juni in Dornbirn internationale Tanzkunst und subkulturelle Energie auf die Bühne.Carmen Thurnher

„Körper, Klang und Widerstand“, heißt es beim tanz ist Festival am Spielboden.

Dornbirn Das „tanz ist Festival“ am Dornbirner Spielboden zeigt sich auch 2025 als Plattform für aktuelle österreichische und internationale Tanzproduktionen. Vom Freitag, 13. bis Samstag, 21. Juni begegnen sich dabei Körperkunst, Klangexperimente und gesellschaftliche Fragen – etwa nach Verletzlichkeit und Widerstand, wie sie die zentrale Installation „Mosh Pit“ thematisiert.

Tanz zwischen Extremen: Cie. 7273 feiert 20 Jahre Bühnenerfahrung mit einem augenzwinkernden Rückblick.
Cie. 7273 feiert 20 Jahre Bühnenerfahrung mit einem augenzwinkernden Rückblick.

Eröffnung mit Energie

Gleich zum Auftakt am 13. Juni (20.30 Uhr), präsentieren Tänzerinnen und Tänzer der Dornbirner Gruppe Soulbox – darunter Jomi Armenio und Hannah Hagen – ihre Interpretation des „Mosh Pits“ in einer Performance in der Spielboden-Galerie. Danach wird der Dancefloor für alle freigegeben. DJ Good Lee lädt zum gemeinsamen Tanzen ein.

Am Samstag, 14. Juni (20.30 Uhr), bringt die griechische Choreografin Xenia Koghilaki mit „Kopanima“ eine eindrückliche Performance nach Dornbirn. Drei Tänzerinnen bewegen sich darin in rasendem Tempo – ganz ohne Blickkontakt, einzig über Körperkontakt gesteuert. Die Kombination aus physischer Präsenz, lauter Live-Musik und Hardcore-Bewegungserfahrung macht den Abend zur intensiven Grenzerfahrung. Es ist die österreichische Erstaufführung der Produktion.

Tanz zwischen Extremen: Marta Navaridas tanzt mit einem Volvo durch eine ungewöhnliche Liebesgeschichte.
Marta Navaridas tanzt mit einem Volvo durch eine ungewöhnliche Liebesgeschichte.

Zirkus trifft Kabarett

Am Mittwoch, 18. Juni (20.30 Uhr), blicken Laurence Yadi und Nicolas Cantillon (Cie. 7273) in „Fall Inn“ auf ihre 20-jährige Bühnenlaufbahn zurück. „In einem ebenso humorvollen wie virtuosen Reigen zitieren sie Musical, Stummfilm und Tanzgeschichte – scheinbar zusammenhangslos, aber getragen von der Liebe zur Performance“, so Michael Fritz vom Spielboden-Team in Vorfreude.

Zum Abschluss am Samstag, 21. Juni, wird ein Doppelabend geboten: Um 20 Uhr bringt Matteo Haitzmann in „Make it Count“ Klang und Bewegung in ein neues Verhältnis. Mit erweitertem Schlagzeug, Modularsynthesizer und Springseil verschmelzen Klangkunst und Tanz zu einem visuellen Konzertstück. Direkt im Anschluss (21.15 Uhr) tanzt Marta Navaridas in „Motora“ auf dem Spielboden-Parkplatz mit einem Volvo V60 – zwischen Maschinenbegehren, KI-Fantasie und zärtlicher Distanz. Die Outdoor-Performance hinterfragt mit Witz und Ernst die Grenzen zwischen Mensch und Technik. Das ganze Programm und Tickets unter www.spielboden.at. cth