Rettung Bregenz löschte am schnellsten

Das RK-Team aus der Hauptstadt holte beim spaßigen Fire-Day in Langen Platz 1.
Langen Auf erfreulich großes Interesse stieß der „Fire-Day“ in Langen, zu dem Feuerwehr, Rotes Kreuz und Polizei eingeladen hatten. Dabei wurde bei einem Show-Verkehrsunfall gezeigt und erläutert, wie Einsatzkräfte und Exekutive dabei vorgehen, Verletzte bergen und erstversorgen, das Unfallgeschehen akribisch dokumentiert, damit unter anderem später vor Gericht die Schuldfrage geklärt werden kann.

Mit ihrer lehrreichen Schauübung gaben professionell ausgebildeten Rettungskräfte dem Publikum auch wertvolle Tipps, wie Ersthelfer Hilfe leisten können.

Nach der Information der Spaß
Nach dieser interessanten Information wurde dem Publikum ein Riesenspaß geboten: 14 Teams wetteiferten bei einem skurrilen „Brandeinsatz“ um den Sieg und sorgten dabei vor allem für Heiterkeit.

Die Organisatoren hatten wohl mit großem Zuschauerinteresse gerechnet und sich darauf vorbereitet: Vor dem Treffpunkt waren neben einer Stahlkonstruktion auch aus Hunderten Palletten Zuschauertribünen errichtet worden, die den zahlreichen Zuschauern beste Sicht auf das Geschehen gewährleisteten.

Übungsannahme waren zwei „Brände“, die mit Kübelspritze und einer Spritze Baujahr 1887 „gelöscht“ werden mussten. Zu den Brandorten kamen die Wettkampfteams über das Gerätehaus, wo sie sich vorschriftsmäßig adjustieren mussten. Weil das Einsatzfahrzeug nicht anspringen wollte, musste es gezogen werden und dann stand für den weiteren Weg ein „Sechs-Personen-Ski“ zur Verfügung. Über Kopf wurde die Kübelspritze befüllt und dann ging es zu einer kleinen Stärkung in luftiger Höhe, ehe mit der nostalgischen Spritze noch einmal gelöscht wurde.

Spannung bis zur Siegerehrung
Die Zuschauer sahen zwar die erzielten Zeiten, weil aber die Strafzeiten für Fehler von der Wettkampfleitung mit Paul Metzler und Martin Gmeiner an der Spitze nicht bekannt gegeben wurden, blieb die Spannung bis zur Siegerehrung gewahrt. Am Ende gab es eine faustdicke Überraschung: nicht die Teams der Feuerwehren von Doren, Fußach, Thal, Eichenberg, Sulzberg oder Weiler im Allgäu matchten sich um die Spitzenplätze, sondern zwei Teams des Skiklubs Langen landeten auf den Plätzen zwei und drei – der Sieg ging indes an die 02-Boys Slavi Vukic, Philipp Maraut, Christian Schupp, Julian Illigasch, Nikolas Gehrer und Lukas Sutter von der Bregenzer Rettung.

Schlussfolgerung eines Spaßvogels: „Wenn’s brennt ruft man dann wohl besser statt der Feuerwehr die Bregenzer Rettung . . .“ Immerhin gab es für die Fußacher Feuerwehr den Preis für die beste Performance und die Langener Volleyballerinnen wurden für den besten Fanclub ausgezeichnet. Kameradschaftsbund, Fasnatzunft und Musikverein hatten mit der Entscheidung nichts zu tun, die Fußballer landeten gar nur auf dem letzten Platz und bekamen statt der roten Laterne die rote Gießkanne.

Kinderparadies und Saloon
Während die Großen wettkämpften, vergnügten sich die Kids in ihrem Kinderparadies, wo man sich auf der Hüpfburg verweilen konnte, sich schminken lassen oder im Riesensandkasten als Baumeister betätigen konnte. Sogar mit dem Bagger durfte man fahren und als krönender Höhepunkt wartete eine Fahrt im Feuerwehrauto.

Ausklang im Saloon
Wenn in Langen ein Dorffest steigt, dann aber gründlich – und deshalb haben die Florianijünger ihre Garage auf Wild-West-Saloon gestylt. Weinlaube und Bar warteten auf die Gäste, die Grümpelmusik und DJ Sven sorgten für Unterhaltung, auf dem Betonboden war ein Hackschnitzel-Teppich aufgebracht und der Zutritt erfolgte durch eine stilechte Flügeltüre – perfektes Ambiente für einen Ausklang tief in die Nacht hinein. STP




