Nervenflattern in der Verlängerung

VN / 16.04.2025 • 16:45 Uhr
Der RHC Dornbirn musste sich am Wochenende gegen Uttigen geschlagen geben.
Der RHC Dornbirn musste sich am Wochenende gegen Uttigen geschlagen geben. Carmen Thurnher

RHC Dornbirn steht jetzt mit dem Rücken zur Wand.

Dornbirn Der RHC Dornbirn musste sich am Samstagabend in der Verlängerung mit 5:8 dem RSC Uttigen geschlagen geben und liegt damit in der Best-of-Five-Serie bereits mit 0:2 zurück. Trotz großem Kampf und zwischenzeitlicher Aufholjagd fehlte am Ende erneut das Quäntchen Glück – und vor allem die Disziplin.

Dabei begann die Partie ganz nach dem Geschmack der Messestädter. Kilian Jochum traf bereits in der Anfangsphase mit einem Weitschuss zur 0:1-Führung. Die Freude währte jedoch nur kurz, binnen weniger Sekunden drehten Yves Walther und Robin Schaffer die Partie zugunsten der Hausherren. Dornbirn ließ sich aber nicht beirren. Eine Strafzeit gegen Uttigen nutzte Jonas Fässler im Powerplay und glich zum 2:2 aus.

Dornbirn bewies nach Rückstand Moral

Nach der Pause erwischten die Aaretaler den besseren Start und gingen erneut in Führung. Bitter für Dornbirn, denn kurz darauf musste Kilian Jochum mit Blau vom Feld und Uttigen nutzte die Überzahl durch Jonathan Scheer sowie Nick Matti zur scheinbar komfortablen 5:2-Führung. Doch die Vorarlberger, die ohne ihren Trainer Dominique Kaul anreisten, zeigten Moral und kämpften sich zurück. Kapitän Kilian Hagspiel übernahm Verantwortung und konterte sich mit einem Doppelpack binnen einer Minute zum 5:4 heran. Als zehn Minuten vor Schluss Sebastian Mostögl der Ausgleich gelang, keimte neue Hoffnung auf.

Zu viele blaue Karten

In der Verlängerung zeigte sich erneut das größte Manko des Abends: die Disziplin. Drei blaue Karten in der Overtime gegen Dornbirn ermöglichten den Uttigern zwei Tore per direktem Freistoß. Das finale 8:5 fiel, als Hagspiel & Co alles auf eine Karte setzten und den Torhüter durch einen Feldspieler austauschten.

Die Serie geht nun am Samstag, 26. April, in Dornbirn weiter. “Mit dem 0:2-Rückstand und dem psychologischen Vorteil aufseiten der Uttiger stehen wir bereits mit dem Rücken zur Wand”, so RHC-Trainer Dominique Kaul. Und weiter: “Wir glauben aber weiterhin an uns und müssen jetzt einfach jeden verbleibenden Matchball abwehren.

Die weiteren Playout-Termine (falls nötig) wären dann am Samstag, 3. Mai (18.00 Uhr) auswärts gegen Uttigen und am Samstag, 10. Mai. (18.00 Uhr) in der Stadthalle in Dornbirn. cth