“Alle meine Namen” in der Lustenauer Bibliothek

VN / 08.04.2025 • 12:43 Uhr
Der Wiener Autor Andreas Jungwirth war zu Gast in der Lustenauer Bibliothek und las aus seinem neuesten Roman
Der Wiener Autor Andreas Jungwirth war zu Gast in der Lustenauer Bibliothek und las aus seinem neuesten Roman “Alle meine Namen” vor.Bernadette von Sontagh

Autor Andreas Jungwirth gab beeindruckende Einblicke in seinen neuen Roman.

Lustenau Der Wiener Autor Andreas Jungwirth war am Donnerstagabend zu Gast in der neuen Bibliothek in der Pontenstraße, um aus seinem aktuellen Roman „Alle meine Namen“ vorzulesen. „Ich heiße euch alle herzlich willkommen und freue mich, dass wir Andreas Jungwirth erneut für eine Lesung gewinnen konnten“, sagte Alexandra Jank, Leiterin der Lustenauer Bibliothek stolz. In gemütlicher Atmosphäre lauschten die Anwesenden den Ausführungen des Autors und tauchten dabei in die Welt seines neuen Romans ein.

Autor Jungwirth las in Lustenau: Gespannt hörten die Besucher den Erzählungen des Autors zu.
Gespannt hörten die Besucher den Erzählungen des Autors zu.

Einblicke in die Entstehung des Buches       

Während der Lesung beschränkte sich Andreas Jungwirth nicht nur auf das Vorlesen aussagekräftiger Passagen, sondern gewährte den Zuhörern auch spannende Einblicke in den Entstehungsprozess seines neuesten Romans. Er erzählte, dass seine Faszination für die Geschichte bereits in seiner Kindheit begann, als er bemerkte, dass seine Tante Johanna einen männlichen Spitznamen hatte. Diese Neugier führte zu einem bedeutsamen Besuch bei seiner Tante, die ihm ihre Lebensgeschichte anvertraute. Aus diesen Erzählungen entwickelte sich die Geschichte von Johanna, einer Frau, die im Laufe ihres Lebens immer wieder neue Namen erhielt und sich in verschiedenen Rollen wiederfand. Sie wurde Ana, Hanna, Johnny, Jeanne oder auch Joe gerufen.

Autor Jungwirth las in Lustenau: Leiterin Alexandra Jank begrüßte den Autor.
Leiterin Alexandra Jank begrüßte den Autor.

Spannende Herangehensweise

Jungwirth erläuterte, dass aus den rund 300 transkribierten Gesprächsseiten mit seiner Tante nach und nach die Geschichte seines Romans entstand. „Gut 40 Prozent des Inhalts stammen aus den Erzählungen meiner Tante, 60 Prozent wurden von mir in eine Geschichte verpackt“, erklärte er den interessierten Zuhörern. Verschiedene Familiensettings, die in den Erzählungen vorkamen, wurden von ihm immer wieder verändert und angepasst, um sie in die Handlung seines Romans zu integrieren. Die Besucher der Bibliothek hörten gespannt zu und erhielten einen faszinierenden Einblick in die kreative Herangehensweise des Autors bei der Entwicklung eines neuen Romans. Im Anschluss konnten sie mit dem Autor ins Gespräch kommen. Einige Besucher erwarben den neuen Roman und nutzten die Gelegenheit, das Buch von ihm signieren zu lassen. BVS

Autor Jungwirth las in Lustenau: Die anwesenden Gäste lauschten gespannt den Ausführungen des Autors.
Die anwesenden Gäste lauschten gespannt den Ausführungen des Autors.
Autor Jungwirth las in Lustenau: Im Anschluss an die Lesung konnte auch das Buch erworben werden.
Im Anschluss an die Lesung konnte auch das Buch erworben werden.