Nächtigungseinbruch für Wälder Tourismus

Im Februar fehlen der Region gegenüber dem Vergleichsmonat 2024 fast elf Prozent
Egg Auch „schalttag-bereinigt“ musste der Bregenzerwald im Februar einen empfindlichen Nächtigungsrückgang in Kauf nehmen: Auf das Ergebnis im Februar 2024 fehlen heuer mehr als 34.000 Übernachtungen, das sind fast elf Prozent und selbst wenn man den Schalttag einrechnet, sind es immer noch mehr als sieben Prozent. Damit drehte der Februar auch die vorläufige Gesamtbilanz für die Wintersaison (November 2024 bis April 2025) ins Minus – nach vier der sechs Wintermonate weist die Bregenzerwälder Nächtigungsstatistik gegenüber dem Winter 2023/24 einen Rückgang von gut 5000 Nächtigungen aus, das sind 0,71 Prozent.

Noch ist alles möglich
Nicht nur wegen des Schalttags (das macht rechnerisch immerhin 3,6 Prozent aus) war ein Rückgang der Übernachtungen im Februar erwartet worden, denn anders als im Vorjahr (Aschermittwoch: 14. Februar) fiel das Fasnatfinale heuer in den März (Aschermittwoch: 5. März), die Nächtigungseinbußen im Februar werden sich deshalb wohl im März-Ergebnis wieder zum Teil ausgleichen. Andererseits werden heuer im März die Nächtigungen der Osterurlauber fehlen, denn 2024 war Ostersonntag am 31. März, heuer wird dies erst am 20. April sein.

Alles in allem: Bei einem kleinen Minus von rund 5000 Nächtigungen gegenüber der Saison 2023/24 nach zwei Dritteln ist am Ende noch alles möglich. Viel wird davon abhängen, wie sich die derzeit noch sehr gute Schneelage in den Wochen bis zum geplanten Saisonende am Ostermontag, 21. April, noch entwickeln wird.

Regionale Unterschiede
Im Detail zeigt die Nächtigungsstatistik für die 22 Gemeinden der Talschaft ein recht unterschiedliches Bild: Auf der einen Seite freuen sich zehn Gemeinden über mehr oder weniger erfreuliche Zuwächse – allen voran Warth, wo fast 9000 zusätzliche Nächtigungen (plus 9,4 Prozent) verbucht wurden. Fast 3000 Übernachtungen (5,1 Prozent) zulegen konnte auch Schröcken. Mit plus 1.350 Nächtigungen und fast 1200 Übernachtungen legten auch Sulzberg und Lingenau deutlich zu, auf der Negativseite führen Mellau (minus 7200/8,6 Prozent), Riefensberg (minus 5.500/44,9 Prozent) und Bezau (minus 2.500/6,9 Prozent) das Ranking für die Monate November 2024 bis Februar 2025 an.
Die Februar-Statistik weist für 18 der 22 Gemeinden Rückgänge aus, nur Warth, Reuthe, Bizau und Langenegg konnten geringfügig zulegen. Empfindliche Einbußen mussten hingegen Damüls (minus 7000 Übernachtungen), Mellau (minus 5550), Schoppernau (minus 3500), Riefensberg (minus 3300), Au (minus 2700) und Schröcken (minus 2350) hinnehmen.

Mit 23 Vollbelegstagen (82 Prozent) hat Warth knapp vor Damüls (22,5 Vollbelegstage/80,4 Prozent) das beste Auslastungsergebnis erzielt. Insgesamt lag die Auslastung bei 17.834 Gästebetten bei 15,5 Vollbelegstagen, das entspricht einer Auslastung von 55,4 Prozent.

Investitionen in die Zukunft
Unabhängig von der langen Saison und dem – vor allem in niedrigen und mittleren Lagen – akuten Schneemangel haben viele Skigebiete ihre Saison längst beendet und auch eine Reihe von Hotels hat mit dem Winter 2024/25 abgeschlossen, um sich auf die Sommer- bzw. Herbstsaison vorzubereiten. Besonders auffällig sind derartige Aktivitäten in Au: dort sind unter anderem das Hotel Krone, die Post und der Adler Großbaustelle. Diese drei Tophäuser wollen am 19. Juli/15. August (Post), 25. Juli (Adler) bzw. 19. September (Krone) in neuem Glanz wieder eröffnen. Mit großen Investitionen in die Zukunft setzen nicht nur die genannten drei Traditionshäuser ein klares Zeichen. STP