Zither und Hackbrett liegen wieder im Trend

80 Musikerinnen und Musiker beteiligten sich am Hackbrett- und Zithertag in Lingenau.
Lingenau Einen neuen Teilnehmerrekord von 80 Musikerinnen und Musiker im Alter von neun bis 80 Jahren aus Vorarlberg, Deutschland und der Schweiz gab es beim 9. Vorarlberger Hackbrett- und Zithertag in Lingenau. Damit wurde eindrücklich dokumentiert, dass das Interesse an den vielseitigen Instrumenten wieder deutlich im Steigen ist. Viele interessierte Besucher kamen zum Abschlusskonzert der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Wäldersaal. Verschiedene Formationen, Workshop-Orchester, Ensembles und Kleingruppen musizierten zum Abschluss des intensiven Probentages und demonstrierten die beachtlichen Ergebnisse.

Das etwas verstaubte Image von Zither und Hackbrett wurde beim Abschlusskonzert der Teilnehmerinnen und Teilnehmer kräftig aufpoliert. Mittlerweile weiß man, dass nicht nur die Volksmusik auf Hackbrett und Zither gut klingt, sondern von Klassik über Jazz alles gespielt werden kann. Das dokumentierte die Stückauswahl beim Abschlusskonzert.
So gab es neben traditioneller Volksmusik schwungvolle Rhythmen aus der modernen Literatur zu hören. Mit Gesangseinlagen wie „I Shot the Sheriff“ sowie „Lemon tree“ rissen die Referenten Michal Müller und Jörg Lanzinger zum Finale die Besucher mit. Aber auch Gitarren, Harfen und Flöten zeigten im Zusammenspiel mit dem Orchester ihre vielseitigen Einsatzmöglichkeiten. Im Mittelpunkt des Tages stand ein Orchesterkurs von Jörg Lanzinger (München) und Michal Müller (Tschechien) mit dem Schwerpunkt „Populäres auf Hackbrett und Zither“. Für kleinere Ensembles boten Gernot Niederfriniger (Südtirol) und Magdalena Pedarnig (Kärnten) Kurse an. Sabrina Haas aus Tirol zeigte, wie man die Gitarre in der Volksmusik einsetzt. Weitere Referentinnen waren Andrea Gamper (Harfe) und Dorothea Kügler (Hackbrett).

Wieder im Kommen
Für Luzia Richter, Leiterin der Abteilung Volksmusik an der Musikschule Bregenzerwald und Initiatorin des Vorarlberger Hackbrett- und Zithertages sind die beiden Instrumente zeitgemäß und modern. „Wer denkt, Hackbrett und Zither werden nur mehr selten gespielt, kann sich hier vom Gegenteil überzeugen. Das Interesse an den vielseitigen Instrumenten ist wieder stark im Steigen, nicht zuletzt dank der Vorarlberger Hackbrett- und Zithertage.“ Im Namen der Kooperationspartner bedankte sich Direktor Anton Meusburger (Musikschule Bregenzerwald) bei Referenten, Mitwirkenden und Konzertbesuchern sowie den Hauptorganisatorinnen Luzia Richter und Doris Matula, Landesfachbereichsleiterin für Volksmusik, für ihr Engagement.

Begeisterte Besucher
Der Zithertag wurde von der Musikschule Bregenzerwald in Kooperation mit dem Vorarlberger Musikschulwerk, dem Vorarlberger Volksliedwerk und dem Heimatpflegeverein Bregenzerwald veranstaltet. Unter den vielen interessierten Besuchern zeigten sich auch Anita Frühwirth (Volksliedwerk) sowie Richard Bilgeri, Obmann des Heimatpflegevereins Bregenzerwald, von den Darbietungen begeistert. ME



