Mit Volldampf ins Bähnle-Jubiläumsjahr

VN / 27.12.2024 • 11:37 Uhr
Eine erfolgreiche Saison 2024 ist für den Museumsbahnverein die beste Motivation im wahrsten Sinne des Wortes mit Volldampf in die Jubiläumssaison 2025 zu fahren: Das Bähnle feiert im kommenden Jahr sein 40-Jahr-Jubiläum. STP
Eine erfolgreiche Saison 2024 ist für den Museumsbahnverein die beste Motivation im wahrsten Sinne des Wortes mit Volldampf in die Jubiläumssaison 2025 zu fahren: Das Bähnle feiert im kommenden Jahr sein 40-Jahr-Jubiläum. peter strauss

Das Museumsbähnle wird zum zweiten Mal mit dem Bahnkulturpreis ausgezeichnet

Bezau Nach einer erfolgreichen Saison habe er allen Grund, Zehntausenden Fahrgästen sowie besonders den unterstützenden Mitgliedern – allen voran dem engagierten Team der aktiven Ehrenamtlichen für ihren Einsatz zu danken, verbindet Vereinsobmann Oskar Müller die Weihnachts- und Neujahrswünsche an die Vereinsmitglieder und Freunde und Gönner der Bregenzerwälder Museumsbahn mit einem großen Dankeschön.

Mit Volldampf ins Bähnle-Jubiläumsjahr: Bähnle-Urgestein Jakob Bobleter vor der D 1 Hilde, mit der im September 1987 der offizielle Fahrbetrieb der Museumsbahn aufgenommen wurde. In diesem ersten Betriebsjahr wurden 1.600 Passagiere befördert, die meisten davon waren Weihnachtsurlauber, die wegen akutem Schneemangel gerne das Alternativangebot des Bähnles nutzten.  
Bähnle-Urgestein Jakob Bobleter vor der D 1 Hilde, mit der im September 1987 der offizielle Fahrbetrieb der Museumsbahn aufgenommen wurde. In diesem ersten Betriebsjahr wurden 1.600 Passagiere befördert, die meisten davon waren Weihnachtsurlauber, die wegen akutem Schneemangel gerne das Alternativangebot des Bähnles nutzten.  

Und Müller darf auch berichten, dass der Verein erneut ein tolles Weihnachtsgeschenk erhalten hat: Der Verband Österreichischer Museums- und Touristikbahnen zeichnete die Wälder Museumsbahn mit dem österreichischen Bahnkulturpreis aus. Das Besondere an dieser Auszeichnung: Die Wälder haben sich nach 2020 bereits zum zweiten Mal gegen die Konkurrenz von 40 Nostalgiebahnen, die zwischen Neusiedler- und Bodensee unterwegs sind, durchgesetzt.

Mit Volldampf ins Bähnle-Jubiläumsjahr: Die Taufe der „Hanserich“ – einem als Lokomotiv-Attrappe gestylten alten Lkw – war im April 1985 ein historischer Meilenstein in der Museumsbahngeschichte. Nach der Loktaufe fuhr das improvisierte Bähnle die erste Fahrt und rund ein halbes Jahr später wurde der Verein offiziell gegründet.
Die Taufe der „Hanserich“ – einem als Lokomotiv-Attrappe gestylten alten Lkw – war im April 1985 ein historischer Meilenstein in der Museumsbahngeschichte. Nach der Loktaufe fuhr das improvisierte Bähnle die erste Fahrt und rund ein halbes Jahr später wurde der Verein offiziell gegründet.

Gefeiert wird diese Auszeichnung bei einem erfreulichen Anlass: „Überreicht wird der Bahnkulturpreis beim Jubiläumsfest 40 Jahre Bregenzerwald Museumsbahn“, kündigt Müller ein Highlight für die Saison 2025 an.

Mit Volldampf ins Bähnle-Jubiläumsjahr: Mitte der 1990-er-Jahre begann mit zwei Zügen die Erfolgsgeschichte der Nikolaus-Fahrten. Heuer waren es bereits 38.
Mitte der 1990er-Jahre begann mit zwei Zügen die Erfolgsgeschichte der Nikolaus-Fahrten. Heuer waren es bereits 38.

Viel Motivation und Rückenwind nehmen die Bähnleaktivisten von den Nikolausfahrten mit ins doppelte Jubiläumsjahr, denn neben 40 Jahre Museumsbahnverein gilt es 2025 auch noch das 30-JahrJubiläum der Kult-Veranstaltung Nikolaus-Fahrten zu feiern. Was 1995 mit zwei Zügen begann, hat sich heuer auf 38 Züge gesteigert – und das Interesse dafür geht längst weit über Vorarlbergs Grenzen hinaus, wie Oskar Müller stolz berichtet: „Unsere Nikolausfahrten haben im Advent wieder bei über 7000 Fahrgästen strahlende Gesichter bewirkt. Familien sind für diese besonderen Fahrten im Bregenzerwald zusammengetroffen, Kinder haben gesungen und Gedichte aufgesagt und wurden vom Nikolaus und Knecht Ruprecht beschenkt. Hunderte Erinnerungsfotos wurden in der Nikolokutsche geschossen. Sogar Fahrgäste aus Indien, Venezuela, Nicaragua, Florida, Holland oder Großbritannien haben sich extra an den ,Wälder Nikolaus gewendet, um ihrer Begeisterung Ausdruck zu geben.“

Mit Volldampf ins Bähnle-Jubiläumsjahr: Neben dem Erlebnis einer nostalgischen Bahnfahrt bietet die Museumsbahn auch reizvolle Fotomotive. Vieltausendfach wird der Dampfzug auf der Sporeneggbrücke abgelichtet.
Neben dem Erlebnis einer nostalgischen Bahnfahrt bietet die Museumsbahn auch reizvolle Fotomotive. Vieltausendfach wird der Dampfzug auf der Sporeneggbrücke abgelichtet.

Das erfolgreiche Jahr 2024 wurde durch den Tod des Gründungsmitglieds Hans Meusburger, der von 1993 bis 2013 dem Museumsbahnverein als Obmann vorstand und für seine Verdienste zum Ehrenobmann ernannt wurde, getrübt.

Mit Volldampf ins Bähnle-Jubiläumsjahr: 2013 brachte der Museumsbahn einen totalen Umbruch – Obmann Hans Meusburger übergab dieses Amt nach 20 Jahren an Oskar Müller und wurde zum Ehrenobmann ernannt (links im Bild Jakob Bobleter mit der Urkunde). Das operative Geschäft ging vom Verein an eine von Walter Rüf geführte Gesellschaft über.
2013 brachte der Museumsbahn einen totalen Umbruch – Obmann Hans Meusburger übergab dieses Amt nach 20 Jahren an Oskar Müller und wurde zum Ehrenobmann ernannt (links im Bild Jakob Bobleter mit der Urkunde). Das operative Geschäft ging vom Verein an eine von Walter Rüf geführte Gesellschaft über.

Gemeinsam mit dem früheren Bezauer Bürgermeister Erich Schäffler legte Meusburger mit dem legendären „Hanserich“ Anfang April 1985 den Grundstein für den Verein. In seinem Betrieb adaptierte er einen ausgemusterten Lkw als „Lokomotive“. Nach der Loktaufe fuhr diese Lok mit einem Waggon ein kurzes Stück vom Bahnhof Bezau in Richtung Reuthe – die „Museumsbahn“ war geboren. Rund ein halbes Jahr später wurde der Verein offiziell gegründet und Meusburger war maßgeblich daran beteiligt, dass in den folgenden Jahren „richtige“ Lokomotiven und Waggons in den Bregenzerwald zurückkamen, denn nach der offiziellen Einstellung der Wälderbahn per 29. Jänner 1985 war das gesamte Rollmaterial aus dem Bregenzerwald abgezogen worden und nach der Vereinsgründung am 29. November 1985 dauerte es fast zwei Jahre, bis am 26. September 1987 der erste “richtige” Zug fahren konnte.

Mit Volldampf ins Bähnle-Jubiläumsjahr: Betriebsleiter Ernst Cavegn durfte bereits 2020 stolz den Österreichische Bahnkulturpreis entgegennehmen. Jetzt wurde diese Auszeichnung des Verbands Österreichischer Museums- und Touristikbahnen erneut an die Wälder Museumsbahn verliehen.
Betriebsleiter Ernst Cavegn durfte bereits 2020 stolz den Österreichische Bahnkulturpreis entgegennehmen. Jetzt wurde diese Auszeichnung des Verbands Österreichischer Museums- und Touristikbahnen erneut an die Wälder Museumsbahn verliehen.

Hans Meusburger „lebte“ für die Idee der Museumsbahn – so wurden z. B. in seinem Betrieb Waggons restauriert oder neu aufgebaut, Hans war nicht nur Obmann, sondern u. a. viele Jahre auch Lokführer, Hunderte Züge hat er im Führerstand der Dieselloks eigenhändig gefahren – auch noch, als er sein Lebenswerk 2013 in jüngere Hände legte und das Obmannamt an Oskar Müller übergab. STP