Keine Scheu vor Neugestaltung in Bludenz

Die Tourismusschule Bludenz bietet ab Herbst 2025 neue Bildungsprogramme an, um den Schülerinnen und Schülern zukunftsfähige Perspektiven im Tourismussektor zu eröffnen. Außerdem erhält der gesamte Schulkomplex einen neuen Namen und ein frisches Logo.
Von Katja Grundner
Bludenz Die Tourismusschule Bludenz bekommt eine Generalsanierung. Nicht gebäudetechnisch, sondern vor allem inhaltlich. Aufgrund zurückgegangener Schülerzahlen und sich wandelnder Anforderungen der Branche bietet die Schule ab Herbst 2025 zwei zukunftsorientierte Bildungsprogramme an: die Akademie für Tourismusmanagement (HLT) und die Fachschule für Tourismus und Erlebnisgestaltung (FW). Im Rahmen der Pressekonferenz äußert Direktorin Kathrin Leiner: „Wir gehen mit der Zeit und wollen den jungen Menschen die Ausbildungsmöglichkeiten im Tourismus schmackhaft machen.“

Spezialisierungsmöglichkeiten
Die Neuausrichtung beinhaltet einen überarbeiteten Lehrplan, der neben einer touristischen Grundausbildung zusätzliche Schwerpunkte bereithält. Die fünfjährige HLT spezialisiert sich auf moderne Managementaufgaben. Und die dreijährige FW legt ihren Fokus auf touristische Outdoor-Dienstleistungen und Erlebnisgestaltung. In dem praxisnahen Programm können zum Beispiel Zusatzausbildungen wie Skilehreranwärter, Bikepark-Coach, Vitaltrainer und Reiseleiter absolviert werden.

Jeramis Dengel, Schulsprecher der Tourismusschulen Bludenz, bringt den Vorteil der FW-Zusatzausbildungen informell auf den Punkt: „So was kostet normalerweise ein Schweinegeld. Durch dieses neue Modell hat man nach Abschluss nicht nur Jobmöglichkeiten als Tourismuskaufmann beziehungsweise die Berechtigung zur Führung eines Unternehmens, sondern auch in einem spezifischen Bereich.“ Der Kuratoriumspräsident der Tourismusschulen Bludenz Manuel Bitschnau betont, dass eine solche Zusatzausbildung grundsätzlich schon Extrakosten verursacht. Dennoch wird es deutlich preisgünstiger und zeitsparender als außerschulische Angebote sein.

Name und Logo neu
Am Standort werden nun also die HLT und FW, die Gastgeberschule für Tourismusberufe (GASCHT) und das Lehrhotel Rätia mit einem familiär geführten Internat angesiedelt sein. Dieser gesamte Schulkomplex soll ab 2025 unter dem neuen Namen „Tourismus Campus Bludenz“ zusammengefasst werden. Außerdem gibt es ein neues Logo: ein nach rechts und somit in die Zukunft schauendes Einhorn. „Idealerweise fühlen sich die zukünftigen Schülerinnen und Schüler heimisch auf dem Campus“, sagt Bitschnau.
