Häftling im Polizeiarrest in der Klemme

VN / 19.11.2024 • 11:42 Uhr
3sp
Die Gitterstäbe mussten von der Feuerwehr mit Müh und Not auseinandergebogen werden. Stadt Dornbirn

Dornbirner Feuerwehr musste Inhaftierten aus einer buchstäblich verzwickten Situation befreien.

Dornbirn Es war am vergangenen Samstag um 7.12 Uhr morgens, als die Pager der Feuerwehr etwas Ungewöhnliches vermeldeten: „Häftling Arm in den Gitterstäben eingeklemmt“, war da konkret angeführt.

Wie die VN von der Stadt Dornbirn und ihrer Sicherheitswache erfuhren, wurde ein Mann in der Nacht zuvor nach einem Zwischenfall bis zu seiner Vernehmung in den Polizeiarrest beim Rathaus gesteckt.

Laufend unter Beobachtung

Der Festgenommene sei während der ganzen Nacht laufend beobachtet worden, hieß es. So wie es bei Häftlingen, die arretiert wurden, als Vorsichtsmaßnahme üblich ist. Doch eines entging den Beamten offenbar: Irgendwann im Morgengrauen streckte der unfreiwillige Insasse einen Arm durch die recht engen Gitterstäbe. Was ihm auch gelang. Weshalb der Gefangene das tat, ist den Beamten ein Rätsel. „Vielleicht hat er irgendetwas am Boden gesucht“, mutmaßte ein Polizist auf VN-Anfrage.

Jedenfalls brachte sich der Gefangene damit selbst in eine „beklemmende“ Situation. Es gelang ihm nämlich nicht, den Arm wieder aus dem Gitter zurückzuziehen. Etwas, das auch den anschließend hinzugezogenen Polizisten nicht glückte.

Ins Spital gebracht

So wurde die Feuerwehr zum letzten Ausweg für den nun „doppelt eingekastelten“ Häftling. Mit entsprechendem Werkzeug gelang es den Florianis, die Gitterstäbe auseinanderzubiegen und den Mann aus seiner misslichen Situation zu erlösen. Er hatte dabei eine leichte Verletzung am Arm erlitten und musste kurzzeitig im Spital behandelt werden.