Endlich wieder freie Fahrt auf der L 200

Die letzte Großbaustelle auf der Bregenzerwald-Straße steht vor dem Abschluss
Egg, Schoppernau, Warth Die „Kamelbuckel“, die auf dem Abschnitt Müselbach-Egg die Autofahrer zur Tempodrosselung „anregten“ sind entfernt und Straßenmeister Johannes Batlogg hat bei einem Lokalaugenschein auf der Großbaustelle schon mal symbolisch einen rot-weiß-roten Verkehrslenkungsbock in die Hand genommen, um anzudeuten, dass auch dieser bald ausgedient hat und entfernt werden kann. Dann müssen noch die provisorischen roten Markierungen auf der Fahrbahn beseitigt werden – und dann kann der Verkehr auch hier wieder ungehindert in die Wintersaison rollen, es gilt endlich wieder “feie Fahrt” auf der L 200.

Ein arbeitsreiches Jahr
„Wir schließen dann ein arbeitsreiches Jahr auf der Bregenzerwälder Hauptverkehrsader ab“, fasst Straßenmeister Batlogg zusammen und ergänzt, dass „es in einem guten Zusammenspiel mit Roland Ladner von der Straßenbauabteilung des Landes und mit den bauausführenden Firmen gelungen ist, das vorgesehene Bauprogramm organisatorisch und zeitlich wie geplant abzuwickeln.“ Batlogg hat 2007 die Leitung der Straßenmeisterei im hinteren Bregenzerwald übernommen. 2010 wurden die Bereiche Vorderwald und Hinterwald zusammengeschlossen und seither ist er zuständig für die Landesstraßen im gesamten Bregenzerwald, einschließlich Kleinwalsertal.

Es war herausfordernd, denn auf den mehr als 62 Kilometern der L 200 gab es in dieser Sommer-/Herbst-Saison gleich drei große Hotspots: der Abschnitt Tuppenbrücken zwischen Egg und Müselbach und die Ortsdurchfahrten von Schoppernau und Warth. Dazu kamen mehrere Belagsarbeiten auf der gesamten Strecke – mit dem Ergebnis, dass in den genannten Baustellenbereichen zum Teil erhebliche Behinderungen in Kauf genommen werden mussten. Monatelang ampelgeregelter Einbahn-Gegenverkehr, immer wieder Totalsperren inklusive.

Die guten Nachrichten
„Es war ein intensives Jahr“, fasst Straßenmeister Batlogg im Gespräch mit der VN-Heimat zusammen. Und Batlogg, Chef eines 27-köpfigen Teams, das für das Landesstraßennetz des Bregenzerwaldes inklusive der Gemeinde Mittelberg verantwortlich ist, hat für die Autofahrer gute Nachrichten: „Mit dem Abschluss der Arbeiten auf den Tuppenbrücken gibt es in Kürze wieder freie Fahrt auch auf dieser letzten Großbaustelle und im Ausblick auf 2025: die Autofahrer dürfen sich freuen, denn im kommenden Jahr wird es im Bregenzerwald keine größeren Straßenbaustellen geben.“

Schoppernauer Ortsdurchfahrt
In Schoppernau wurde in den vergangenen Jahren in drei Etappen die gesamte Ortsdurchfahrt neugestaltet. „Der Abschnitt ist insgesamt 2,5 km lang, heuer war der rund 800 m lange Teil im Zentrum – von der Abfahrt Gräsalp bis zum Hotel Hirschen – an der Reihe. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde wurden auch Gehsteige, Beleuchtung usw. auf den neuesten Stand gebracht, um die Sicherheit zu erhöhen.“

Warther Nadelöhr beseitigt
In Warth wurde der bisher enge Abschnitt zwischen Dorfplatz und Steffisalpbahn ausgebaut. „Auch hier haben wir die Sicherheit stark verbessert, indem die Straße ausgebaut und Gehsteig sowie Beleuchtung verbessert wurden“, umreißt Batlogg das Projekt.
Nur noch Restarbeiten
Und für die Großbaustelle Tuppenbrücken-Sanierung hat er eine „Entwarnung“: „Auf den großen Tafeln ist zwar avisiert, dass dieses gut 13 Millionen Euro teure Vorhaben in vier Etappen ausgeführt wird, die vierte Etappe im kommenden Jahr betrifft jedoch nur noch Restarbeiten, die keine nennenswerten Verkehrsbehinderungen mehr nach sich ziehen. Auch abseits der L 200 sind die Baustellen abgeschlossen.” STP