Fiese Kürbisse und gruselige Kostüme: Last-Minute-Tipps für ein schaurig-schönes Halloween

Am 31. Oktober ist Halloween und unheimliche Gestalten sorgen für Gänsehaut. Welche Kostüme sind dieses Jahr im Trend? Welcher Kürbis eignet sich für gruslige Kunstwerke? Die VN haben in Bregenz und Dornbirn nachgefragt.
Bregenz, Dornbirn Wenn kleine Hexen, Geister, Teufel und Skelette durch die Straßen ziehen, ist es so weit: Halloween steht vor der Tür. Der keltische Brauch kam im 19. Jahrhundert mit irischen Einwanderern in die USA und fand von dort seinen Weg zurück nach Europa. Auch in Österreich wird Halloween immer beliebter, obwohl manche das “importierte” Brauchtum kritisch sehen. Besonders Kinder fiebern dem 31. Oktober entgegen, wenn sie in gruseligen Kostümen von Haus zu Haus ziehen und mit dem Spruch “Süßes, sonst gibt’s Saures” Naschereien fordern.

Kostümideen für einen schrecklichen Abend
Wer noch auf der Suche nach einem Last-Minute-Grusel-Outfit ist, kann bei Lumpis Spielzeugparadies im GWL in Bregenz vorbeischauen. Verkäuferin Sabrina Fessler sorgt dafür, dass sowohl Kinder als auch Erwachsene bestens ausgestattet sind. “Vor allem Klassiker wie Hexen und Vampire sind gefragt”, erklärt sie. Viele Kunden suchen Verkleidungen für Halloween-Partys oder die traditionelle Süßigkeitenjagd. “Masken und Kopfbedeckungen zählen jedes Jahr zu den Favoriten unserer Kunden”, so Fessler.

Auch Niels (12) und Fabian (10) sind schon in Halloween-Stimmung und haben sich für Masken entschieden. Niels schlüpft in ein gruseliges Pandabärenkostüm mit Laterne, während Fabian in einem dämonischen Outfit mit schwarzem Umhang posiert. Ihre Halloween-Pläne stehen ebenfalls fest: Die Buben feiern bei ihrem Cousin in Schwarzach, wo eine gespenstische Party geplant ist. Natürlich darf auch die traditionelle “Süßes oder Saures”-Tour nicht fehlen.

Neben Kostümen sind auch gruselige Accessoires wie aufklebbare Wunden oder unheimliche Dekorationen gefragt. “Gebisse in allen Varianten – von vergilbten Zähnen bis hin zu Vampirbeißern – gehören einfach dazu”, verrät Fessler. Wer es schlichter mag, greift zu einem Hexenhut oder einem Haarreif mit Hörnern. “Diese einfachen Kostüme sind besonders bei Damen beliebt”, weiß die Fachfrau. Für die Kleinsten gibt es ebenfalls passende Outfits: “Babys und Kleinkinder werden gerne als Kürbisse verkleidet.”

Kürbisschnitzen und Deko-Tipps
Während die Kleinsten im Kürbiskostüm unterwegs sind, darf der echte Kürbis als Bastelprojekt an Halloween nicht fehlen. Theresia Winder vom Winderhof in Dornbirn kennt sich bestens mit dem Fruchtgemüse aus. “Der beliebteste Kürbis zum Schnitzen ist der ‘Halloween’, weil er so groß ist”, erklärt sie. Dieser leuchtend orange Kürbis wiegt zwischen sieben und acht Kilogramm. Einige Exemplare vom Winderhof brachten sogar schon bis zu 20 Kilogramm auf die Waage.

Zum Schnitzen des ‘Halloween’-Kürbis braucht man ein scharfes Messer, da das Fruchtfleisch recht fest ist. Winder empfiehlt, den Kürbis gründlich auszuhöhlen und an einem trockenen Ort aufzustellen, damit er möglichst lange hält.

Wer seine Dekoration noch länger behalten will, greift am besten zu Zierkürbissen. “Die kleinen Kürbisse sind sehr beliebt und lassen sich gut mit Permanentmarkern bemalen”, sagt Winder. Zum Verzehr sind sie jedoch nicht geeignet, da sie giftige Bitterstoffe enthalten können. “Das schmeckt man normalerweise sofort beim ersten Bissen”, erklärt die Expertin.

Auch der ‘Halloween’-Kürbis ist nicht zum Essen gedacht – er wird als Tierfutter verwendet und schmeckt nicht besonders gut. Für kulinarische Zwecke empfiehlt die Fachfrau den klassischen Hokkaido-Kürbis. “Bei richtiger Lagerung kann man ihn nicht nur zu Halloween, sondern bis Weihnachten in köstlichen Gerichten verarbeiten”, so Winder. VN-JMA