Schon fast 100 Mal Blut gespendet: “Ich mache das für ein gutes Gefühl”

Walter Borger aus St. Anton hat mit seinen 50 Jahren schon 95 Mal Blut gespendet. Seine Absicht war früher aber eine andere als heute.
St. Anton 95 Mal hat Walter Borger mittlerweile Blut gespendet – ein absoluter Rekord, wenn man bedenkt, dass Walter Borger erst 50 Jahre alt ist. Der St. Antöner geht regelmäßig Blutspenden, circa viermal im Jahr. Maximal fünfmal im Jahr darf man. Das erste Mal Blut gespendet hat Walter Borger beim Bundesheer. Der Hauptgrund früher war ein simpler: „Man hat danach immer frei“, sagt er. Als Sanitäter beim Bundesheer sei er einfach „da reingekommen“. Weitere Pluspunkte beim Blutspenden: Die Geselligkeit und die Jause nach dem Spenden. „Man kann danach mit den anderen quatschen, was trinken und essen.“ Das gefällt ihm.
Gutes Gefühl
Heute ist seine Intention aber eine andere: „Jeder kann Blut spenden. Das kostet nichts. Jeder kann helfen und etwas Gutes tun, ganz niederschwellig. Blut kann man nicht künstlich herstellen. Jemand ist auf mein Blut angewiesen. Ich mache das für ein gutes Gefühl“, so Walter Borger. Voraussetzung ist, dass man gesund und zwischen 18 und 70 Jahre alt ist. Der Abstand zwischen den Blutspenden sollte acht Wochen betragen. Mit dem Blutspenden hatte er noch nie Probleme. Es macht ihm nichts aus, Blut oder eine Spritze zu sehen. 42,75 Liter Blut hat Walter Borger bis jetzt gespendet und es werden sicher noch ein paar Liter hinzukommen.
Walter Borger hat selbst zehn Jahre beim Roten Kreuz ehrenamtlich gearbeitet und kennt Michael Hamel, Bereichsleiter Blutspendedienst beim Roten Kreuz, schon seit 30 Jahren aus der Zeit beim Bundesheer. Damals war Michael Hamel noch der Offizier von Walter Borger.

Sehr viele junge Spender
In Vorarlberg gibt es jährlich ca. 10.000 Blutspender, die 15.000 Vollblutkonserven spenden. Dies sind ca. 7500 Liter, klärt Michael Hamel auf. „In Vorarlberg haben wir sehr verlässliche und treue Spender. Hin und wieder kann es vorkommen, dass der Verbrauch in einer Blutgruppe höher ist. Dann werden diese Spender direkt von uns angerufen.“ In Vorarlberg kann das Rote Kreuz vor allem sehr viele junge Spender verzeichnen und Michael Hamel weiß auch, woran das liegen könnte: „Wir organisieren die Blutspendetermine mit vielen Vereinen, in denen junge Menschen sind.“