Warum es bei Kaninchen-Ausstellungen keine Streichelzoos mehr gibt

Kleintier-Ausstellung am Gutshof Heidensand in Lustenau zog hunderte Tierliebhaber an.
Lustenau Kaum Besucher im vergangenen Oktober, gestürmt am vergangenen Sonntag: Kaninchen und andere Kleintiere haben ihre Faszination für viele Menschen, speziell auf Kinder, nicht verloren. Das bewies die Freiluftausstellung des Kleintierzuchtvereins Lustenau eindrücklich.

“Es ist ja jetzt auch vom Wetter her ideal. Vergangenen Oktober war es einfach zu heiß. Offensichtlich nicht nur für die Tiere, sondern auch für die Menschen”, freute sich Judith König, Obfrau des veranstaltenden Vereins, ob des starken Andrangs an Besuchern.

Kein Streicheln mehr
Auch die dreijährige Paula durfte mit ihrer Mama Tamara die lieben Tierle bewundern. Erst etwas scheu, ließ sie kurz danach kein Auge mehr von den anmutig herum hüpfenden Kleinhäschen. Zum Streicheln gab es jedoch weder Kaninchenbabys noch ausgewachsene Hasen. “Wir dürfen das nicht mehr zulassen. Tierschützer haben erreicht, dass es Streichelzoos nicht mehr geben darf. Wir bedauern das, weil wir es ja nur mit Tieren zulassen, die sich das gewöhnt sind”, erklärt König.


Elf Aussteller
Insgesamt 11 Aussteller mit neun Kaninchenrassen und vier Hühnerrassen haben ihre Tiere auf dem wunderschönen Areal des gemeindeeigenen Gutshofes Heidensand präsentiert. “Für uns sind diese Ausstellungen wichtig. Sie dienen dazu, das Interesse an der Kleintierzucht aber auch an der Kleintierhaltung zu wecken. Selbstverständlich können wir auch die Vermittlung von Tieren bewerkstelligen”, betont König. Zumindest am Ausstellungstag ist das Interesse groß. Und die Obfrau als auch ihr Stellvertreter Dietmar Heidegger müssen zahlreiche Fragen beantworten.