Vorgetäuschte Messerattacke in Lustenau

Übler „Scherz“ rief elf Polizeistreifen auf den Plan.
Lustenau Ein zunächst unbekannter Mann teilte am Donnerstag gegen 20 Uhr der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL) in Feldkirch mit, dass in einem Mehrparteienhaus in der Rotkreuzstraße in Lustenau ein Vater seinem 15-jährigen Sohn mit einem Messer in den Bauch gestochen habe. Dann brach der Anrufer das Telefongespräch plötzlich ab.
Fehlalarm
Die RFL leitete den Notruf sofort an die Polizei weiter. Aus den vagen Angaben des Anzeigers war abzuleiten, dass es sich beim vermeintlichen Tatort um ein Mehrparteienhaus in der Rotkreuzstraße in Lustenau handeln dürfte. Mehrere Polizeibeamte durchsuchten sofort das Gebäude und nahmen Kontakt mit allen anwesenden Hausbewohnern auf. Es ergab sich dabei allerdings kein Hinweis auf einen Messerangriff.
Nach weiteren Recherchen stellte sich heraus, dass es offensichtlich der Sohn eines Hausbewohners war, der die Messerattacke in einem Telefonat vorgetäuscht hatte. Der Sohn wohnt in Frastanz. Er wird wegen Missbrauchs von Notzeichen bei der Staatsanwaltschaft Feldkirch angezeigt. Am Einsatz in Lustenau und anschließend in Frastanz waren insgesamt elf Polizeistreifen beteiligt.