Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Am Wochenende geht das erste Skigebiet in Betrieb

Die Silvretta Montafon öffnet als erstes Skigebiet in Vorarlberg am kommenden Freitag. Die VN hat hinter die Kulissen geblickt und war bei den Pistenvorbereitungen dabei.
St. Gallenkirch Während es im Tal regnet und die Bäume noch ein Herbstkleid tragen, liegen oben am Berg bereits bis zu 60 Zentimeter Schnee. Für die Silvretta Montafon (SiMo) Grund genug, am Wochenende das Skigebiet am Hochjoch zu eröffnen.

Die SiMo ist immer ein Frühstarter. Während andere Skigebiete erst Anfang Dezember öffnen, sind die ersten Pisten am Grasjoch bereits Mitte/Ende November präpariert. „Wir machen so früh auf, wie es geht“, sagt Geschäftsführer Peter Marko in der Gondel der Grasjochbahn.

„Die ersten Tage am Berg in der Wintersaison sind immer etwas Besonderes“, schwärmt Marko. Die Nervosität bleibt über den gesamten Winter lang bestehen, doch mit ihr kehrt auch die Ruhe ein, denn „man weiß, man kann eh nichts dran ändern“. Kein Winterstart sei so wie der vergangene. „Das Team muss auf alles vorbereitet sein, aber auch im höchsten Maße improvisieren können“, erklärt der SiMo-Geschäftsführer.

Teil des Teams ist nicht nur der staatlich geprüfte Skilehrerausbilder und ehemalige Skirennfahrer Michael Lingg, der seit dieser Saison Skischulleiter in Schruns ist, sondern auch Mario Tschofen, der seit 2001 als Betriebsleiter der SiMo die Pistenpräparierung koordiniert.

Dass es jetzt nochmal geregnet hat, tut dem Schnee sogar gut, wie Peter Marko erklärt. So gefriert der durchnässte Schnee, der dann über den ganzen Winter eine ideale Grundlage für die Pisten bietet. „Der Schnee friert ordentlich durch und geht nicht mehr weg. Das ist ideal für den weiteren Verlauf“, so Peter Marko.

Seit Wochen laufen die Vorbereitungen für den Skisaisonstart. Am kommenden Freitag, 17. November, bringt die Hochalpila Bahn und ab Samstag, 18. November, auch die Freda Bahn die ersten Skifahrer auf die Pisten. Am Freitag soll es nochmal bis zu 30 Zentimeter Neuschnee geben – ideale Bedingungen also für die ersten Schwünge.

Mario Tschofen weiß als Betriebsleiter genau, wo die Pisten verlaufen, obwohl man diese anfangs noch gar nicht sieht. Er kann aufgrund seiner jahrelangen Erfahrung genau sagen, wo die Pistenbullys fahren müssen, um die Piste 11 befahrbar zu machen. Diese wird übrigens immer als Erstes in Angriff genommen, da dort im Sommer kaum Steine liegen, dafür mehr Gras wächst.
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„Parallel zur auslaufenden Sommersaison laufen schon die Vorbereitungen für die Wintersaison“, erklärt Mario Tschofen. Revisionen an den Seilbahnen gehören jedes Jahr zu den Vorbereitungen dazu. Voriges Wochenende wurden die Pisten das erste Mal angedrückt, damit sich der Schnee binden kann.


Im Skibetrieb sind dann 24 Pistenbullys täglich im Einsatz. Im ganzen Gebiet der Silvretta Montafon stehen darüber hinaus fast 800 Schneekanonen, die bei zu wenig Neuschnee aushelfen. Diese sind immer nur punktuell im Einsatz, wenn an einer gewissen Stelle zu wenig Schnee liegt. „In jedem Pistenfahrzeug ist eine Schneehöhenmessung eingebaut, die die Schneehöhe auf der Strecke 20-mal in der Sekunde misst“, erklärt Mario Tschofen. „Ab 40 Zentimeter Schneeauflage machen wir dann keine Beschneiung mehr. Mit dieser Technik sparen wir uns viel Energie, da wir effizienter beschneien können. Das ist ein enorm wichtiges Werkzeug für uns.“

Zunächst nur im Wochenendbetrieb, hat das Skigebiet Silvretta Montafon ab Anfang Dezember dann täglich offen. Bis zum 8. Dezember sind die Saison- und Jahreskarten noch zu Vorverkaufspreisen erhältlich.
