Zu Besuch bei der neuen Albonabahn I in Stuben

Bilder: VN/JUN
Die Skifahrer können sich vor allem auf mehr Komfort bei der neuen Albonabahn I freuen. Nach nur einem halben Jahr Bauzeit wird die Albonabahn I pünktlich zur Wintersaison mit ihrer neuen Tal- und Bergstation in Betrieb gehen.
Stuben am Arlberg 30 neue Gondeln fahren ab Anfang Dezember hoch zum Albona-Restaurant. Die Albonabahn l wurde innerhalb von nur sechs Monaten komplett neu gebaut – samt Berg- und Talstation, entworfen vom Architekturbüro Melzer & Hopfner. Dabei wurden auch die budgetierten Kosten eingehalten, wie Betriebsleiter Mario Wachter informiert. Die Doppelmayr-D-Line-Anlage ist die neueste Anlage, die es zurzeit auf dem Markt gibt.



Acht Personen können in der Gondel Platz nehmen, wobei die Beförderungskapazität nur unwesentlich gesteigert wurde. Dafür hat sich der Komfort der Gäste verbessert, die davor in einem 40 Jahre alten 2er-Sessellift den Berg hochfahren mussten. Die Gondel ist geräumig, sodass in ihr auch Skier hineinpassen, die an Stangen angelehnt werden können. Skiköcher außerhalb der Gondel gibt es aus optischen Gründen keine. Die kürzeste Fahrtzeit beträgt fünf Minuten.



Bremsproben gemacht
Der Neubau der Albonabahn l befindet sich in den letzten Zügen. Kleinere Einstellarbeiten an der Bahn werden noch vorgenommen. Auch Bremsproben werden durchgeführt, bevor die Bahn von der Seilbahnbehörde abgenommen wird. Dafür werden 80 Kilogramm schwere Wassersäcke in die Gondeln getan, um das maximale Personengewicht von 640 Kilogramm zu simulieren. „Es gibt da klare Vorgaben, die man einhalten muss“, erklärt Mario Wachter. Die Bergstation wurde 200 Meter Richtung Tal neu gebaut, damit diese jetzt direkt neben dem Albona-Restaurant liegt. Mit der guten Erreichbarkeit des Bergrestaurants auch ohne Skier sprechen die Stubner Bergbahnen auch Fußgänger an. „Dadurch ergeben sich viel mehr Möglichkeiten“, so Wachter. Mit der Kabinenbahn können auch Kinderwägen transportiert werden.


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Helikopterflüge waren nur für die neun Stützen, die in exponierten Lagen stehen, notwendig. Die Trasse bleibt die gleiche. Da die Bergstation über eine Zufahrtsstraße erreichbar ist, wurde das Baumaterial mit Lkws angeliefert. Die Bauarbeiten wurden von der ökologischen Bauaufsicht begleitet. „Wir wollten den Eingriff in die Natur so gering wie möglich halten“, sagt Mario Wachter. Da die Bergstation niedriger liegt als die alte, mussten auch Geländeanpassungen vorgenommen und ein neuer Pistenanschluss hergestellt werden.



Strommasten waren eine heikle Sache
Herausfordernd waren die Stromleitungen, wie Mario Wachter erzählt, denn die Stützen mussten die 330-KV-Leitung und die 110-KV-Leitung unterqueren. Bei der unteren Stütze musste der Strommast 23 Meter angehoben werden, da die Stütze mit den Stromleitungen sonst kollidiert wäre. Zusammen mit den illwerken vkw wurde der Mast der 110-KV-Leitung höher versetzt. Dazu mussten die Leiterseile in einem aufwendigen Verfahren abgelegt werden. „Ganz heikel war, dass wir für diese Maßnahme nur eine Woche Zeit hatten, denn jede Abschaltung des Stroms kostet Geld. Das hat viel Koordination gebraucht“, so Mario Wachter. VN-JUN



