Die Erhöhung des ganz Banalen

VN / 05.11.2023 • 13:50 Uhr
Der Künstler Nikola Bartenbach und die Inhaberin der Galerie kukuphi, Sigi Fritsche, freuten sich über die zahlreichen kunstinteressierten Besucher. <span class="copyright">Bilder: BI</span>
Der Künstler Nikola Bartenbach und die Inhaberin der Galerie kukuphi, Sigi Fritsche, freuten sich über die zahlreichen kunstinteressierten Besucher. Bilder: BI

Am vergangenen Freitag wurde die Ausstellung „Nimbus“ des Künstlers Nikola Bartenbach in der Galerie kukuphi in Bludenz eröffnet.

Bludenz Nikola Bartenbach ist in Bludenz kein Unbekannter. Er wurde in Bludenz geboren und wuchs dort auch auf, seit einigen Jahren lebt er mittlerweile in Brederis. Sein Bekanntheitsgrad resultiert einerseits aus seiner Tätigkeit bei der Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Bludenz, andererseits aber auch aus seinen künstlerischen Arbeiten.

Nicole Kaufmann und Rosa Lämmle vom Stadtmarketing Bludenz ließen sich vom kreativen Geist Nikola Bartenbachs überzeugen
Nicole Kaufmann und Rosa Lämmle vom Stadtmarketing Bludenz ließen sich vom kreativen Geist Nikola Bartenbachs überzeugen

So manchen Menschen ist der stets freundliche und zuvorkommende Kunst- und Kulturschaffende seit seiner Ausstellung in der Bludenzer Remise „Artifizielles Dunkel“, bei der er gemeinsam mit der Künstlerin Amrei Wittwer einige seiner Arbeiten präsentierte, ein Begriff. Ein deutlicher Spiegel der Wertschätzung seiner Person als auch der seines Arbeitens bot die enorme Besucherzahl bei der Vernissage seiner Ausstellung mit dem Titel „Nimbus“ am vergangenen Freitag in der Galerie kukuphi in Bludenz.

Gertrud Würbel und die Pädagogin Karin Fritz fanden die Ausstellung inspirierend.
Gertrud Würbel und die Pädagogin Karin Fritz fanden die Ausstellung inspirierend.
Noch kurz vor der Vernissage musste von Sigi Fritsche und Nikola Bartenbach ein Bild neu gehängt werden.
Noch kurz vor der Vernissage musste von Sigi Fritsche und Nikola Bartenbach ein Bild neu gehängt werden.

Bemerkenswerte Vielseitigkeit

„Ich freue mich sehr über das große Interesse an der aktuellen Ausstellung und vor allem aber auch über die vielen jungen Besucher“, zeigte sich auch die Galeristin Sigi Fritsche begeistert. Nikola Bartenbach zeichne sich durch eine bemerkenswerte Vielseitigkeit und außergewöhnliche Kreativität aus: „Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Installationen und sogar ein Vehikel mit dem Titel ‚die Fluchtmaschine‘ finden sich in seinem Repertoire.“ Er arbeitet mit unterschiedlichsten Materialien wie etwa Farben, Holz, Metall, Ton, Lack, Styropor oder Speckstein.

Ingrid Gaßner aus Bludenz: <em>"Die Bilder von Nikola Bartenbach sind großformatig und sehr ansprechend. Man kann so richtig in sie eintauchen. Die Ausstellung gefällt mir sehr gut. Ich finde, Sigi Fritsche bietet sehr viel Abwechslung bei der Auswahl der Künstler."</em>
Ingrid Gaßner aus Bludenz: "Die Bilder von Nikola Bartenbach sind großformatig und sehr ansprechend. Man kann so richtig in sie eintauchen. Die Ausstellung gefällt mir sehr gut. Ich finde, Sigi Fritsche bietet sehr viel Abwechslung bei der Auswahl der Künstler."
Der Künstler German Bolter und die Autorin Valerie Travaglini befanden sich ebenfalls unter dem Vernissage-Publikum.
Der Künstler German Bolter und die Autorin Valerie Travaglini befanden sich ebenfalls unter dem Vernissage-Publikum.

Der Begriff Nimbus stehe in der Kunst für eine symbolische Darstellung der Aura, von etwas Wichtigem oder um eine Aussage zu erheben und diese in einem bestimmten Licht erscheinen zu lassen, so Sigi Fritsche. Und die Galeristin führte weiter aus: „Die hier gezeigten Kunstwerke stellen den Nimbus geheimnisvoll, symbolhaft, lebendig und zugleich unaufgeregt dar. Nikola stellt sich dem Anspruch, aus dem Alltag mehr zu machen.“ Auf den ersten Blick erhöht er Banales und Gewohntes mit symbolischen, allegorischen und mythologischen Mitteln: „Doch eigentlich sind es große Themen, die von ihm ruhig und ohne Tamtam bearbeitet werden.“ Diese Herangehensweise spiegelt sich in Bildtiteln wie „Geburt der Venus“, „ertrunkener Löwe“, „der Teufel“, „Burgfräulein“, „Stolz“ oder auch „Überheblichkeit“.

Vizebürgermeisterin Andrea Mallitsch war mit ihrem Gatten Bernd und Tobias bei der Vernissage.
Vizebürgermeisterin Andrea Mallitsch war mit ihrem Gatten Bernd und Tobias bei der Vernissage.
Valerie Travaglini aus Frastanz: <em>"Die Galerie kukuphi zeichnet sich dadurch aus, dass verschiedene Künstler gemeinsam ausstellen können, wie dies aktuell der Fall ist. Zur Ausstellung „Nimbus“ – dazu kann ich nur sagen: Bunt – und etwas ganz anderes."</em>
Valerie Travaglini aus Frastanz: "Die Galerie kukuphi zeichnet sich dadurch aus, dass verschiedene Künstler gemeinsam ausstellen können, wie dies aktuell der Fall ist. Zur Ausstellung „Nimbus“ – dazu kann ich nur sagen: Bunt – und etwas ganz anderes."

Durch seine figurative Malerei macht es Nikola Bartenbach den Betrachtern und Betrachterinnen seiner Exponate leicht, den zu vermittelnden Nimbus zu erkennen. Auf diese Weise erfolgt ein Diskurs zwischen dem Bildinhalt, dem Künstler und den jeweiligen Rezipienten. „Jeder Betrachter hat in seinem Kopf seine eigene Philosophie, seine eigene Deutungshoheit und seine eigenen Wertigkeiten. Somit ist es höchst individuell, wie ein Werk gesehen und aufgenommen wird. Aus dem jeweiligen Kontext heraus kann das Besondere, der Nimbus, den das Bild umgibt, erkannt werden“, betonte Sigi Fritsche.

Künstler German Bolter und Nikola Bartenbach sowie der Landtagsabgeordnete Christoph Thoma.
Künstler German Bolter und Nikola Bartenbach sowie der Landtagsabgeordnete Christoph Thoma.
Nikola Bartenbach mit seiner hochschwangeren Ehefrau Eva und dem Söhnchen Lui.
Nikola Bartenbach mit seiner hochschwangeren Ehefrau Eva und dem Söhnchen Lui.

Nikola Bartenbachs Kunst vermittle sein Anliegen, Augenblicke kostbar zu machen, was in der Hektik und im Lärm der Welt oftmals übersehen wird. „Die Bescheidenheit und Demut vor ganz banalen Themen – das ist die grundlegende Botschaft und der Nimbus, der dieser Ausstellung zugrunde liegt. Man bemerkt die Vision und den Wunsch von Nikola, alles, was uns betrifft – unser Leben – kreativ umzusetzen.“ BI

Sahin Cifçi aus Bludenz:<em> "Ich finde die Vielseitigkeit des Künstlers sehr spannend. Er findet unterschiedlichste Zugänge zu einer Thematik. Abgesehen von seinen Bildern gibt es etwa einen Stuhl mitten im Raum mit der Aufschrift 'Was mir heilig ist'."</em>
Sahin Cifçi aus Bludenz: "Ich finde die Vielseitigkeit des Künstlers sehr spannend. Er findet unterschiedlichste Zugänge zu einer Thematik. Abgesehen von seinen Bildern gibt es etwa einen Stuhl mitten im Raum mit der Aufschrift 'Was mir heilig ist'."
„Der Mensch hat ein Loch im Herzen, das niemals geschlossen werden kann.“ Ein Zitat auf dem Boden der Galerie.
„Der Mensch hat ein Loch im Herzen, das niemals geschlossen werden kann.“ Ein Zitat auf dem Boden der Galerie.
Corinna Zemann aus Dornbirn: <em>"Für mich lässt sich die Antwort auf diese Frage auf vier Begriffe eingrenzen, nämlich unheimlich schön, eigen im Ausdruck, einzigartig und überraschend. Eine tolle Ausstellung in einer schönen Galerie."</em>
Corinna Zemann aus Dornbirn: "Für mich lässt sich die Antwort auf diese Frage auf vier Begriffe eingrenzen, nämlich unheimlich schön, eigen im Ausdruck, einzigartig und überraschend. Eine tolle Ausstellung in einer schönen Galerie."