In Zukunft gegen Hochwasser gewappnet

Spatenstich für das Hochwasserschutzprojekt in Thüringen und Bludesch.
Bludesch Thüringen Der Spatenstich für den Hochwasserschutz Schwarzbach/Montjola, ein für die Gemeinden Bludesch und Thüringen historischer Akt, konnte kürzlich durchgeführt werden. Seit Start der Machbarkeitsstudie, in der mehrere Varianten des Hochwasserschutzes für die Gemeinden untersucht wurden, sind bereits sechs Jahre vergangen. Der geplante Stollen soll Thüringen und Bludesch vor dem Hochwasser schützen. Er wird rund 700 Meter lang sein, mit einem Durchmesser von 1,8 Meter und verläuft in einer Tiefe von bis zu 30 Metern.
Jetzt startet das Projekt mit dem Teil im Schlosstobel, den die Wildbach- und Lawinenverbauung (Sektion Bludenz) geplant hat und jeweils über die Wintermonate bis Ende 2024 fertigstellen wird. Der Teil, der hauptsächlich die Montjolaebene betrifft, wo das anfallende Wasser gesammelt und dieses durch einen Mikrotunnel anschließend in den Schlosstobel abgeleitet wird, startet im April.
Die Arbeiten für den von der Planungsgemeinschaft Adler & Partner sowie 3G Gruppe Geotechnik Graz ZT GmbH entwickelten Abschnitt werden derzeit ausgeschrieben, sodass Anfang kommenden Jahres die Arbeiten vergeben sind und auch beginnen können. Die Gesamtkosten werden mit ca. 14 Millionen Euro beziffert und werden zu 80 Prozent von Bund, Land und anderen Stellen finanziert. Die verbleibenden 20 Prozent teilen sich die Gemeinden Bludesch und Thüringen jeweils zur Hälfte.
Mit dem symbolischen Spatenstich zelebrierten die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden, Harald Witwer sowie Martin Konzet, mit den Vertretern und Mitarbeitern der Wildbach- und Lawinenverbauung (Sektion Bludenz) Martin Jenny, Mario Neyer, Michael Wachter, Martin Erhard und Michael Zudrell den Start des Bauprojektes. Seitens des Amtes waren der Leiter des DLZ Blumenegg Roland Köfler mit Mitarbeiter Johannes Groß anwesend. Günter Konzett vom gleichnamigen Erdbewegungsunternehmen stellte seinen Bagger für die Feierlichkeiten zur Verfügung und begann unmittelbar nach dem Spatenstich mit den Mitarbeitern der Wildbach- und Lawinenverbauung mit den notwendigen Rodungsarbeiten. HAB