Straßenmeisterei Feldkirch-Süd hat neuen Stützpunkt

Die Straßenmeisterei Feldkirch-Süd hat einen neuen Stützpunkt in Bludesch-Gais. Dieser ist näher zum Einsatzgebiet und schafft bessere Arbeitsbedingungen für die 23 Mitarbeiter. Zur Eröffnung wurde kürzlich geladen.
Bludesch Nach eineinhalb Jahren Bauzeit wurde die neue Straßenmeisterei Feldkirch-Süd in Bludesch-Gais direkt an der Autobahnauffahrt eröffnet. Fünf Millionen Euro hat der neue Stützpunkt für die 23 Mitarbeiter gekostet.


„Das ist ein toller, gut funktionierender und architektonisch besonderer Stützpunkt geworden. Da reichen sich die architektonische Schönheit und die praktische Funktionsweise die Hand“, freut sich Peter Lechner von der Abteilung Straßenbau über das „Vorzeigeprojekt“. Auch Landesrat Marco Tittler ließ sich die Eröffnung nicht nehmen und sprach ein paar Grußworte. „Der Umzug der Straßenmeisterei war notwendig, weil wir gerade ein großes Entlastungsprojekt für Feldkirch umsetzen.“ Damit meinte Marco Tittler den Stadttunnel, der derzeit in Feldkirch gebaut wird. Der Bauhof und die Straßenmeisterei lagen beim künftigen Tunnelportal in Frastanz und mussten deshalb weichen.

Von links: Stefan Fleisch, Bernhard Dietrich, Markus Halbeisen, Peter Lechner (Abt. Straßenbau) und Manfred Neßler.

Als Marco Tittler den Bauhof und die Straßenmeisterei in Frastanz in der Felsenau besuchte, war er „gelinde gesagt geschockt, was ich dort für Arbeitsbedingungen aufgefunden habe“. Der Landesrat für Hochbau und Straßen war sich sicher, dass hier etwas getan werden musste. Er war bei diesem Projekt „von Anfang an mit dabei“, vom Grundsatzbeschluss bis zur Eröffnung. „Das ist ein tolles Bauprojekt geworden“, lobte Marco Tittler.



Mit dem Neubau in Massivbauweise wurden die Arbeitsplätze vor Ort aufgewertet. Die neue Straßenmeisterei (im ehemaligen Degerdon-Areal) beinhaltet einen zweigeschossigen Verwaltungsteil mit Büro- und Sozialräumen, Werkräume sowie Hallen für Transportbusse, Großfahrzeuge und Lagerzwecke. Errichtet wurden auch Lagerflächen im Außenbereich sowie ein Salz-Silo, Soletanks, ein Technikraum, ein Gaslager und eine Dieseltankstelle. Erfreulich sei, so Marco Tittler, dass Vorarlberg mit diesem Bauprojekt einmal mehr seine Vorreiterrolle in den Bereichen Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Energiesparen unterstreicht: „Mit der Verwendung von Holzbaustoffen, der Begrünung von Fassade und Dach, einer Photovoltaikanlage und einem umweltfreundlichen Heizsystem wird dem ambitionierten Ziel der Energieautonomie mehr als nur Rechnung getragen“. 95 Prozent der Aufträge wurden an Vorarlberger Firmen vergeben, die restlichen fünf Prozent an weitere österreichische Firmen.


Der Zuständigkeitsbereich der Straßenmeisterei Feldkirch-Süd umfasst den Walgau, das Brandnertal und Große Walsertal. Jetzt liegt die Straßenmeisterei im Zentrum ihres Einsatzgebietes, was zur Folge hat, dass auch lange Anfahrtswege zu den Einsatzorten minimiert werden. „Die Straßenmeisterei ist in Bludesch in ihrem tatsächlichen Einsatzgebiet angesiedelt, Anfahrtszeiten zu den Einsatzorten und Emissionen können so reduziert werden“, führte Landesrat Tittler an. Ein weiterer Vorteil des neuen Standortes ist die Nähe zum Stützpunkt in Sonntag und die unmittelbare Nachbarschaft zur ASFINAG, was die Kooperation mit dieser erleichtert.


Zum Bauprojekt
Bauherr Land Vorarlberg
Baurechtgeber illwerke vkw
Architekt Achammer Architektur
Kosten Fünf Millionen Euro
Baubeginn März 2022
Fertigstellung Oktober 2023

Zahlreiche geladene Gäste waren zur Eröffnungsfeier am Stützpunkt Bludesch in der Illsandstraße gekommen, unter ihnen Landtagspräsident Harald Sonderegger, die Landtagsabgeordneten Andrea Kerbleder und Harald Witwer, der Bludescher Bürgermeister Martin Konzet, Landesamtsdirektor Philipp Abbrederis, der Kommandant der Verkehrsabteilung in der Landespolizeidirektion Oberst Rudolf Salzgeber, Bautechniker Markus Halbeisen, Stefan Frick (Statikbüro Frick & Schöch), Bernhard Kiener (Landesabteilung Regierungsdienste), Herbert Reimann (Landesabteilung Hochbau), Thomas Flatschacher (Flatschacher Bauprojektleitung), Architektin und Projektentwicklerin Judith Calvin, Michael Achammer (Achammer Architektur). Kurzweilige Stunden bei interessanten Gesprächen und Blasmusik verbrachten bei der Feier ebenso Bernhard Dietrich, Claus Lässer, Peter Schagginger, Christian Pließnig, Sebastian Zoppel, Benjamin Dunst, Martin Lackinger, Daniel Brugger und viele andere. Stefan Koch, Philipp Taucher und Philip Hicker von Herbert´s Dorfmetzg verwöhnten die Festversammlung kulinarisch.

